Geopfad Olbrücker Burgpanorama (Brohltal)


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Wegweiser
Länge: 22.98km
Gehzeit: 06:18h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Burg Olbrück, hoch auf einem Phonolithkegel über der kleinen Ortschaft Hain gelegen, ist das Wahrzeichen des Wandergebiets Brohltal in der südlichen Ahr-Eifel. Für einen Wanderausflug zur Burg Olbrück bietet sich der Geopfad Olbrücker Burgpanorama an, der als einer von fünf Geopfaden im Brohltal angelegt wurde und mit der Kennung M für mittleres Brohltal und dem Logo des Nationalen Geoparks Vulkanland Eifel markiert ist.

Wir beginnen die Wanderung auf dem Geopfad Olbrücker Burgpanorama am Bahnhof in Niederzissen. Der Bahnhof wird vom Vulkan-Express bedient, einer Tourismusbahn, die mit historischen Fahrzeugen die Strecke von Brohl am Rhein durchs Brohltal bis hinauf nach Engeln befährt.

Durch die Brohltalstraße geht man vom Bahnhof bis zur Horststraße, biegt hier links ein und spaziert zur katholischen Pfarrkirche St. Germanus, eine dreischiffige Basilika, die im Kern aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammt.

Fast benachbart steht die ehemalige Synagoge Niederzissen, die 2012 als Erinnerungs- und Begegnungsstätte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Ausstellungsraum, der an die Synagoge angebaut ist, werden einige Funde der Genisa Niederzissen in Vitrinen präsentiert. Die Genisa Niederzissen stellt neben den Genisa-Funden von Veitshöchheim und Reckendorf einen der bedeutendsten Funde zur jüdischen Kultur in Deutschland dar.

Von Niederzissen führt der Geopfad Olbrücker Burgpanorama nach Oberzissen. Über einen Höhenrücken kommt man ins Quackenbachtal. Von hier geht es steil hinauf nach Hain und zum Phonolithkegel, auf dessen Spitze die Ruine der Burg Olbrück steht.

Burg Olbrück ist eine der ältesten und größten Höhenburgen in der Eifel und wurde vor dem Jahr 1100 gegründet. Hoch hinaus ragt der wohnturmartige Bergfried mit seinen 34m und fünf Geschossen. Von hier oben genießt sich ein fantastischer Blick über das Brohltal, die Vulkaneifel, bis zu den Höhenzügen des Westerwalds und bei sehr guter Sicht lassen sich auch die Türme des Kölner Doms ausmachen.

Von Burg Olbrück wandert man weiter nach Niederdürenbach, wo man den Brohlbach quert. Es geht nach Oberdürenbach und zum Königssee. Der kleine, malerisch gelegene Königssee entstand aus einem Basaltsteinbruch. Das Gelände um den Königssee ist in Privatbesitz. Trotzdem sollen sich Wanderer und Ausflügler am See erfreuen können, so dass der Zugang nicht verwehrt ist.

Vom Königssee wandert man auf dem Geopfad Olbrücker Burgpanorama zum Rodder Maar, einem kreisrunden See, in dem sich bei Sonnenschein das Panorama von Burg Olbrück und den umgebenden Wäldern spiegelt. Um 1800 war das Maar ein Fischteich für die Herren der Burg Olbrück. Später wurde das Rodder Maar für die Landwirtschaft trocken gelegt. Seit 1996 entwickelt sich das Rodder Maar zu einer kleinen, stillen Oase für glückliche Tiere, zu Wasser und auch zu Luft und auch für Naturliebhaber.

Vom Rodder Maar macht der Geopfad auf einem Stichweg einen kurzen Abstecher zum Swingolfplatz Maarheide. Hier gibt es nicht nur Gastronomie für einen gepflegten Zwischenstopp. Man kann auch sein Glück im Swingolf erproben, eine Golf-Variante mit vereinfachtem Regelwerk, das man ohne spezielle Ausrüstung mit einfachen Schlägern spielen kann.

Von der Maarheide wandert man zur Schutzhütte Brohltalblick, passiert dann die Landstraße nach Königsfeld und nimmt den Anstieg zum Bausenberg (340m), einem Natur-Kleinod im Brohltal. Der Hufeisenkrater Bausenberg ist umgeben von einem Naturschutzgebiet. Der Schlackenkegel mit einem nordöstlich ausgeflossenen Lavastrom ist Zufluchtsort zahlreicher seltener Tiere und Pflanzen, die sich hier besonders wohl fühlen. Vom Bausenberg geht es schließlich wieder zurück zum Bahnhof Niederzissen.

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