Hellenthal

Die südlichste Gemeinde von Nordrhein-Westfalen heißt Hellenthal, liegt nördlich des Zitterwalds, wo Kyll, Urft und Olef entspringen, und gliedert sich mit seinen rund 8.000 Einwohnern in sechzig Ortsteile. Als Wanderer sieht man vor allem eines: Natur!

In Hellenthal steht die katholische Pfarrkirche St. Anna, die 1892-94 erbaut wurde und nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg neben Chor und Turm einen ergänzenden Neubau erhielt. Sehenswert ist die moderne Ausmalung, die von Egbert Verbeek geschaffen wurde.

Nördlich durch Hellenthal fließt die Olef und als Hauptverkehrsader führt die Bundesstraße 265 durch den Ort. Doch an Sonn- und Feiertagen im Sommerhalbjahr sollte man nicht mit dem Auto, sondern von Kall aus mit der Oleftalbahn anreisen. Die Oleftalbahn, auch OTB abgekürzt oder Flitsch genannt, ist eine 18km lange, eingleisige Nebenbahnstrecke, die von einem historischen Schienenbus befahren wird.

Ein Haltepunkt der Bahn ist vor Hellenthal das Örtchen Blumenthal am Reifferscheider Bach. Hier steht die katholische Pfarrkirche St. Brigida unter Denkmalschutz. Die Kirche steht direkt an der Olef und wurde 1512 als Kapelle errichtet. Der ursprünglich einschiffige Bau mit einem schön gestalteten Gewölbe wurde 1967 um ein Nordschiff erweitert. Teile der einstigen Rokokoaltäre fanden in der Orgelbrüstung eine weitere Verwendung. Sehenswert sind auch die ländlichen Skulpturen aus dem 16. und 18. Jahrhundert.

Neben dem Willibrordusweg und dem Rhein-Venn-Weg führt auch die Rur-Olef-Route als Partnerweg des Eifelsteigs durch Hellenthal. Auch endet als weiterer Eifelsteig-Partnerweg die Burgenroute in Hellenthal.