Burgenroute (Eifel)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 25 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑454m  ↓399m
Burgenroute Eifel Blankenheim Hellenthal

Die Burgenroute ist einer der Partnerwege des Eifelsteigs und führt als Streckenwanderweg von Blankenheim nach Hellenthal. Der Burgenweg ist weitestgehend mit einer stilisierten Burg markiert, allerdings beginnt die Beschilderung erst ab dem Bahnhof Blankenheim-Wald. Damit man auf drei Burgen kommt, muss man noch zusätzliche 8km einplanen und sollte auf Burg Blankenheim starten und ggf. die Burgenroute in zwei Tagesetappen aufteilen.

Wir beginnen die Wanderung auf Burg Blankenheim, der ehemaligen Residenz der Grafen von Manderscheid-Blankenheim. Die frühere Burganlage wurde im Barock zu einem Schloss ausgebaut und wird heute als Jugendherberge genutzt.

Von Burg Blankenheim wandert man hinunter in den historischen Kern von Blankenheim (rund um die Quelle der Ahr, die im Keller eines Hauses am Ende der Straße entspringt). Man passiert die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit sehenswerter Inneneinrichtung und kommt zum Eifelmuseum, das über Geschichte und Kultur der Eifel informiert.

Man passiert am Lühberg kurz den Eifelsteig und wandert hinauf zur Kreuzkapelle, ein Rokokobau, der 1773-80 entstand. Dann kommt man zur Römervilla Blankenheim. Die Römervilla aus dem 1. Jahrhundert gehört zu den größten römischen Landgütern im Rheinland und wurde ab 2006 in Teilen rekonstruiert. 2012 erhielt sie einen markanten schützenden Überbau aus Stahl und Glas (weshalb man die Römervilla gerne auch mal als Villa rostica bezeichnet).

Von der Römervilla wandert man nach Blankenheimerdorf, das auf dem Höhenrücken zwischen Ahrtal und Urfttal liegt. Wir wandern auf die die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul (17. Jahrhundert) zu. Es geht weiter zur Ortslage Wald und zum Bahnhof Blankenheim. Ab hier startet die Burgenroute offiziell.

Jenseits der Urft geht es hinauf in den Hellenthaler Wald. Man wandert durch die Wälder zum kleinen Dorf Paulushof und kommt später ins Manscheider Bachtal. Man folgt dem Manscheider Bach zur Burg Wildenburg, einer der wenigen Höhenburgen in der Eifel, die nicht im Lauf der Zeit zerstört oder abgetragen wurden. Burg Wildenburg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und dient heute als Begegnungs-, Bildungs- und Erholungsstätte.

Von Burg Wildenburg leitet die Burgenroute weiter über Zingscheid (hier wütete 2007 ein Tornado, der viele Bäume umgerissen hat und heute eine eindrucksvolle Sicht freigibt) nach Reifferscheid. Markantes Wahrzeichen von Reifferscheid ist die Ruine der Burg Reifferscheid mit dem weiß gestrichenen Bergfried. Das Burggelände ist frei zugängig.

Von Reifferscheid wandert man auf der Burgenroute zum Ziel nach Hellenthal. Man kommt zum Bahnhof Hellenthal und wandert noch ein Stück weiter bis zur katholischen Pfarrkirche St. Anna. Von hier ist es noch ein Kilometer bis zum Staudamm der 110ha großen Oleftalsperre. Die Staumauer in Pfeilerzellenbauweise aus Beton ist bis heute einmalig in Deutschland.

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