Blankenheimerdorf

Auf einem Hügelrücken zwischen der Ahr und der Urft liegt der Ort Blankenheimerdorf und getrennt durch die Bundesstraße die Ortslage Blankenheim-Wald mit dem Bahnhof der Gemeinde Blankenheim. Der Bahnhof Blankenheim-Wald liegt an der Eifelstrecke von Köln über Euskirchen, Gerolstein und Bitburg nach Trier.

Historiker vermuten, dass mit der urkundlichen Ersterwähnung Blankenheims 721 eben jenes Blankenheim gemeint war, dass erst später zu Blankenheimerdorf wurde. Da in Blankenheimerdorf römisches Mauerwerk gefunden wurde, weist es auf jeden Fall auf die Römerstraße hin, die mitten durch den Ort verlief. Heute wandert man auf dem Rhein-Venn-Weg oder auf dem Jugendherbergs-Verbindungsweg durch Blankenheimerdorf.

Einst besaß Blankenheimerdorf die Altenburg. Sie war eine Niederungsburg in einer sumpfigen Talaue. Ein 25m hoher und 100m langer Felsblock war womöglich bereits für eine Burg im 10. Jahrhundert behauen worden. Im östlichen Gefilde davon ist ein Teil des Grabens erkennbar, ansonsten sieht man nicht mehr viel. Die Altenburg galt zwar als uneinnehmbar, aber sie konnte auch nicht erweitert werden, weshalb man später Burg Blankenheim baute.

Gut sichtbar am Ortsrand von Blankenheimerdorf steht die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul. Das einschiffige Gotteshaus stammt aus dem Jahr 1684 anstelle einer oder mehrerer Vorgängerbauten. Abbruchreste davon fanden Wiederverwendung und der Turm blieb bis 1852 der Alte. In dem Jahr erhielt die Pfarrkirche St. Peter und Paul einen neuen Turm und eine Erweiterung. 1899 wird die Sakristei angebaut. Die Petersglocke des Geläuts stammt aus dem Jahr 1421 und wurde vermutlich auf dem Kirchvorplatz von einem wandernden Glockengießer gefertigt. Die Inneneinrichtung der Kirche stammt vornehmlich aus der Zeit der Neogotik.