Schalkenbach

Schalkenbach liegt am Oberlauf des Vinxtbachs, der bei der Schalkenbacher Ortslage Obervinxt am Osthang des Adert (488m) entspringt und auf 19km dem Rhein zufließt, den er auf Höhe von Burg Rheineck im Breisiger Ländchen erreicht. Etwas südlich von Schalkenbach liegt das zugehörige Waldgut Schirmau mit der Wacholderheide und dem Aussichtsturm Weiselstein.

Im ehemals durch Landwirtschaft geprägten Ort Schalkenbach haben die Menschen die einstigen Höfe zu schmucken Wohnhäusern gemacht. Erwähnenswert in Schalkenbach ist die katholische Kapelle St. Johannes der Täufer nahe dem Brückchen über dem renaturierten Schalkenbach, der hier in den Vinxtbach mündet. Die Kapelle wurde 1748 erbaut. Im Inneren findet sich ein barocker Altaraufsatz aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Er stammt aus der Kirche des Klosters Kalvarienberg in Ahrweiler.

Der Köhler- und Loheweg (17km) ist ein mit zahlreichen Infotafeln ausgestatteter Themenwanderweg, der rund um Schalkenbach und das benachbarte Ramersbach führt. Die Köhlerei und Lohewirtschaft war für die waldreiche Region eine bedeutende wirtschaftliche Kraft bis in letzte Jahrhundert hinein. Lohe ist die Rinde der Eiche. Sie wurde für das Ledergerben gebraucht. Köhlerhandwerk ist mit der Erzgewinnung verbunden, denn für das Schmelzen wurde Holzkohle benötigt.

Eine Station auf dem Köhler- und Loheweg findet sich am Ortsrand von Schalkenbach an der Feuerwehrhütte. Hier erinnert ein Nachbau eines Kohlemeilers an die Tradition der Herstellung von Holzkohle in der Eifel. Zu bestimmten Anlässen werden Schauvorführungen gegeben. In der Nachbarschaft zeigt ein original getreues Modell eines römischen Eisenverhüttungsofens, wie zur Römerzeit zwischen dem Vinxtbachtal und dem Ahrtal Eisenerz gewonnen wurde.