Burg Rheineck

Oberhalb der Mündung des Vinxtbachs in den Rhein steht Burg Rheineck, eine der ältesten Burgen am Rhein. Burg Rheineck entstand in der Zeit um 1000 und war Zentrum der Burggrafschaft Rheineck. Was man heute sehen kann, geht auf einen Neubau auf dem alten Grundriss, einem langgezogenen Achteck, unter Verwendung der alten Bausubstanz in den 1830er Jahren zurück. Erhalten aus dem 12. Jahrhundert sind der Bergfried und Teile der Ringmauer, die zum Rhein hin neuromanisch ausgebaut wurde.

Seit 1999 residiert der international erfolgreiche Software-Entwickler Kai Krause auf Burg Rheineck. Man nennt seitdem die Burg Rheineck auch Byteburg. Krause ließ Burg Rheineck grundlegend sanieren. Besichtigen kann man Burg Rheineck seitdem allerdings nicht mehr. Mit Kai Krauses Byteburg wurde ein Ort geschaffen für Kreative, Unternehmer und Entwickler, die in dem Burg-Ambiente die Historie mit der Zukunft verknüpfen können.

Man kann über den Rheinburgenweg bis vor das Tor und die Zufahrt zur Burg Rheineck gelangen. Der Rheinburgenweg führt dann weiter zum Aussichtspunkt Reutersley, von wo man einen weiten Blick von Andernach bis zum Drachenfels (321m) im Siebengebirge genießen kann. Das Bodendenkmal Reutersley geht auf eine eisenzeitliche Festung auf der Reutersley zurück, vermutlich entstanden im 7. bis 6. Jahrhundert vor Christus. Wer aufmerksam ist, sieht den halbkreisförmigen aus Steinen aufgeschütteten Graben und einen langen Erdwall dahinter. Man schätzt, dass ein weiterer Wall bis zu 15m hoch und mit Palisaden ausgestattet war.

Am Fuße des Burgbergs der Burg Rheineck liegt der alte jüdische Friedhof Rheineck. Er wurde vermutlich im 16. Jahrhundert angelegt. Der älteste heute noch erhaltene Grabstein stammt von 1621. Die letzte Bestattung am alten Judenfriedhof fand 1878 statt.

An die Bergbau-Tradition der Rheinecker erinnert die 1718 erbaute Borromäuskapelle an der Landstraße nach Gönnersorf. In der Borromäuskapelle findet sich eine Figur der heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute und Steinmetze.