Ramersbach

Ramersbach, rund 8km von Ahrweiler in der Ahr-Eifel entfernt, hat mit dem Häuschen (506m) den höchsten Punkt im Stadtgebiet von Bad Neuenahr-Ahrweiler zu bieten. Auf dem Häuschen gibt es eine Schutzhütte an dem Rumpf eines ehemaligen Aussichtsturms. Im Jahre 922 erfolgte die Ersterwähnung von Ramersbach, in dem bereits im 14. Jahrhundert eine kleine Kapelle dokumentiert worden war. Sie war wie auch die heutige Kirche der heiligen Barbara geweiht.

Die katholische Pfarrkirche St. Barbara wurde 1907-08 errichtet und bezieht ihre Einzigartigkeit im Bistum Trier aus der Tatsache, dass sie die einzige Kirche im reinen Jugendstil ist. Der Saalbau wurde aus einheimischen Bruchsteinen gemauert. Ein Augenmerk gilt den kunstvoll verglasten Fenstern mit der Darstellung der heiligen Barbara, dem Evangelisten Matthäus, dem Kaiser Heinrich II. und dem Bildnis des Schmerzenmannes. In die Kirchenmauer sind rundherum Kreuze und Grabmale des alten Friedhofs eingelassen.

Südöstlich von Ramersbach liegt die Florianshütte als Ausgangspunkt zweier Wanderwege, die unter der Überschrift Historische Straße angelegt wurden. Der Eisenweg führt durch den Ramersbacher Wald nordwärts in Richtung Ahrweiler. Der Köhler- und Loheweg leitet ins östlich gelegene Vinxtbachtal. In Schalkenbach macht man Station am Kohlemeiler und einem nachgebauten Eisenverhüttungsofen. Das Waldgut Schirmau nahe des Aussichtspunkts Weiselstein steht ebenfalls auf dem Tourenplan.

Nördlich von Ramersbach unweit des Häuschens befindet sich die Alte Mauer, die Reste einer keltischen Fliehburg aus der Zeit um 500 vor Christus. Zwar hebt sich diese vorchristliche Anlage heute noch deutlich vom Gelände ab, jedoch wurde sie im Lauf der Jahre zur Steingewinnung für den Straßenbau von Ahrweiler nach Ramersbach abgetragen und dabei so stark zerstört, dass sich ihre Ausdehnung und der ursprüngliche Zustand heute nicht mehr genau feststellen lassen.