Waldgut Schirmau

Nördlich von Oberdürenbach liegt in der Gemarkung von Schalkenbach das Waldgut Schirmau, ein Erholungshaus, das sich selbst als Krefelder Juwel in der Eifel bezeichnet. Krefelder Juwel? Ja, das Waldgut Schirmau gehört der Stadt Krefeld, die es von dem vormaligen Besitzer – einem Spross der Textilunternehmerfamilie von der Leyen – geerbt hat. Daraus entstand die Max und Emma von der Leyen Stiftung und heute erholen sich ältere Krefelder in dem gepflegten Ambiente.

Das Erholungsheim mit seinen Nebengebäuden ließ Max von der Leyen 1910-18 neu errichten. Von dem historischen Wohnplatz, der seit römischer Zeit besiedelt ist, ist nur noch ein Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert erhalten, das heute für Tagungen genutzt wird.

Das Waldgut Schirmau liegt rund 500m östlich vom Weiselstein (475m). Auf der Spitze des Weiselsteins steht der Aussichtsturm Weiselstein. Vom Aussichtsturm Weiselstein genießt man nicht nur einen schönen Fernblick, sondern überblickt vor allem die rund um den Weiselstein wachsenden Wacholderheiden. Noch im 20. Jahrhundert reichten die Wacholderheiden von der Hocheifel bis hinab an den Rhein. Heute sind insbesondere zwischen Schalkenbach und Oberdürenbach noch Wacholderheiden übrig, die von Ziegen beweidet werden.

Das Waldgut Schirmau hat neben dem Erholungsheim auch einen landwirtschaftlichen Betrieb und züchtet Ziegen. Im Waldgut Schirmau wird Ziegenkäse produziert, der sich eines überaus guten Rufs erfreut. Sechzig Burenziegen und Deutsche Edelziegen knabbern an der Heide und liefern zum Dank leckere Milch.

Auch Pferde finden auf den Koppeln rund um das Waldgut leckere Wildkräuter. Ein Forellenteich sorgt für weitere Abwechslung. In der Gutsschänke Remise treffen sich von März bis Oktober am Wochenende Gäste und Wanderer, Reiter von Pferd und Stahlross sowie Naturfreunde, ob bei schönem Wetter draußen oder wenn es zugiger wird am Kamin.