Weibern (Eifel)

Eingerahmt von Feldern, Wiesen und Wäldern liegt auf der Kempenicher Tuffhochfläche die kleine Ortsgemeinde Weibern mit ihrem Ortsteil Wabern südlich davon und der Waberner Heidelandschaft. Verbunden sind beide durch den Weiberner Bach, der der Nette zufließt. Gen Osten, der Bundesstraße 412 folgend, kommt der Reisende zum Laacher See. Die gleiche Straße in südwestlicher Richtung nehmend, liegen die Hohe Acht (747m) und der Nürburgring.

Bereits die Römer bauten bei Weibern Tuffstein ab. Nordöstlich von Weibern kann man im sogenannten Weiberner Schaufenster in einem Steinbruch die Arbeitsweisen sehen, von damals bis heute und am Ortseingang erinnert ein alter aufgearbeiteter Kran an die Historie.

Beides gehört zum Tuffsteinzentrum Weibern, dass 2002 eröffnet wurde. Der Weiberner Tuff ist unter Baumeistern und Bildhauern ein Begriff und war sehr begehrt. Er ist von einer hellen Farbe, gilt im Vergleich mit anderen Tuffgesteinen als eher weich und er ist fein in der Körnung, so dass es wenige grobe Gesteinseinschlüsse gibt. Der Weiberner Tuff wurde beispielsweise in der Abtei Maria Laach eingesetzt, am Kölner Dom und am südlichen Turm des Doms in Xanten.

Ebenfalls im Zeichen des Tuffs steht das Tuffsteinmuseum im Steinmetzbahnhof. Früher, als die Weiberner Steinmetze sehr gefragt in der Umgebung waren und sie oft in die großen Städte zu den großen Bauten gerufen wurden, kamen sie wochenends alle wieder heim und gingen ins Wirtshaus neben dem Bahnhof. Die Kneipe gibt es nicht mehr, dafür das hübsche Steinmetzmuseum.

Sehenswert in Weibern ist auch die alte katholische Pfarrkirche St. Barbara, der Schutzheiligen der Bergleute und Steinmetze. Die Kirche wurde 1888-90 natürlich aus Tuffquadersteinen erbaut. Der Saalbau ist neugotisch und im Inneren fasziniert die farbige Ausgestaltung, mit Wandmalereien der heiligen Familie und der Krönung Mariens sowie schmückenden Skulpturen. Weiberner Steinmetze fertigten die Maßwerkfenster, den Taufstein und das Kriegerdenkmal in der Vorhalle. Die alte Kirche ist mit der neuen Kirche (1973 erbaut) durch einen Zwischentrakt verbunden.

Weibern bildet das Zentrum des Geopfads Tuffsteinweg. Er beginnt am Ende der Vulkan-Express-Haltestelle in Engeln mit dem Geogarten. Die Runde misst 18km und überwindet um die 440 Höhenmeter. Von Engeln aus geht es in Richtung Weibern entlang der Steinbrüche. Man kommt am Weiberner Fenster vorüber, dem Kran und zum Steinsägehaus. Eine Ortsbesichtigung bietet sich an, mit dem Tuffsteinmuseum im Steinmetzbahnhof. Die Runde schließt sich über Kempenich und einer Sandgrube bei Engeln.