Main-Taunus

Der Main-Taunus ist der südlichste Teil des Taunus und erstreckt sich unterhalb des Taunushauptkamms bis hinab in die Talsenken von Main und Nidda. Das Wandergebiet Main-Taunus ist zu großen Teilen deckungsgleich mit dem Landkreis Main-Taunus und ergänzt sich nur an seiner Westflanke um einige Stadtteile Wiesbadens sowie an seiner Ostflanke um einige Stadtteile Frankfurts.

Trotz der städtischen Bebauung – der Main-Taunus-Kreis ist der am zweitdichtesten besiedelte Landkreis in Deutschland –, bieten sich für Wanderer einige Möglichkeiten. Speziell der Frankfurter Grüngürtel Rundwanderweg und die Regionalpark-Rundroute Rhein-Main sind schön angelegte Wanderwege, die einem Natur und Kultur näher bringen. Und wen es auf überregionale Fernwanderwege zieht, der hat mit der Bonifatius-Route, die von Mainz durch den Main-Taunus in die Wetterau und den Vogelsberg bis nach Fulda führt, eine sehr gute Alternative.

Der Main-Taunus lässt sich in fünf einzelne Wandergebiete aufteilen. Ganz im Osten, zum Teil noch auf Stadtgebiet von Wiesbaden, liegt das Ländchen, eine hessische Exklave, die von dem nassauischen Wiesbaden und Kurmainz umschlossen war. Sehenswerte Ziele im Ländchen sind z.B. der Ländchesdom, die Domäne Mechtildshausen und der Bahai-Tempel.

Der Eppsteiner Horst ist das waldreichste und mit dem Eichkopf (563m) bei Kelkheim zugleich höchste Gebiet im Main-Taunus. Bekannte Ausflugsziele im Eppsteiner Horst sind u.a. der Rettershof, der Aussichtspunkt Großer Mannstein am Staufen (451m), der Meisterturm und der Atzelbergturm sowie natürlich die Ruine der Burg Eppstein.

Als Pilotgebiet Rhein-Main gilt der Landstrich zwischen Hochheim und Hattersheim entlang des Maintals. Die Weinberge bei Hochheim (the Hock) gelten im englischen Sprachraum als Synonym für den Rheinwein schlechthin. Ein Hingucker und Ausgucker zugleich ist der Flörsheimer Eisenbaum. Ein Abstecher lohnt sich zu den Weilbacher Kiesgruben und zum Rosarium in Hattersheim.

Der Vordertaunus bildet den nördlichen Übergang vom Main-Taunus in den Hochtaunus. Bekannte Ziele für Wanderungen und Tagesausflüge sind etwa das Schmiehbachtal, der Kurpark Bad Soden mit dem Burgbergturm, das Arboretum Main-Taunus, das Hundertwasserhaus in Bad Soden, der Dietelsche Park und der Skulpturenpark Niederhöchstadt.

Der Frankfurter Vortaunus schließlich umfasst die westlichen Stadtteile von Frankfurt. Das Höchster Schloss, der Alte Flugplatz, die Justinuskirche – ältestes Gebäude von Frankfurt –, der Solmspark mit dem Petrihäuschen, das Ernst-May-Haus, das zeigt, wie das Neue Frankfurt nach dem Ersten Weltkrieg geplant wurde, die Hundertwasser-Kita und die vom Bauhaus inspirierte Gustav-Adolf-Kirche sind nur einige Ziele, die eine Reise in den Frankfurter Vortaunus lohnenswert machen.

Der Main-Taunus ist verkehrstechnisch extrem gut angebunden. Quer hindurch führt der Rhein-Main-Schnellweg (Autobahn A 66), der mit zehn Abfahrten zwischen Wiesbaden-Nordenstadt und Frankfurt-Höchst komfortabel Einstiegspunkte in den Main-Taunus bietet. Kommt man von Süden, kann man über die A 3 die Ausfahrt Kelsterbach (43) nehmen und über die Bundesstraße B 43 in den Frankfurter Westen fahren. Die A 5 verlässt man am Westkreuz und kommt dann auf die A 648 mit der Abfahrt Rödelheim bzw. dem anschließenden Wechsel auf die A 66.