Langenhain (Taunus)

Langenhain ist der am höchsten gelegene Stadtteil von Hofheim am Taunus. Langenhain liegt auf durchschnittlich 340m und ist dreiseitig von Wald umgeben. Der Kassernbach durchfließt ihn in Richtung Weilbach, das südlich gelegen ist. Nördlich im Domherrenwald ist mit 403m der höchste Punkt Langenhains. Auf dem südwestlichen Kartaus (351m) funkt‘s, erkennbar an dem hohen Mast.

Überregional bekannt ist Hofheim-Langenhain durch den von 1960-64 gebauten Bahai-Tempel im Domwald. Das Haus der Andacht der Bahai auf einer kleinen Anhöhe ist sogar von Frankfurt aus zu sehen. Die weiße Kuppel wirkt fremdländisch und ist ein markantes Bauzeichen der aus Persien stammenden Weltreligion der Bahai. Es gibt sieben solcher Bauten und nur einer steht in Europa, in Langenhain.

Die rund 8 Mio. Anhänger haben als eine obere Maxime die Nächstenliebe und der Bahai-Tempel steht allen Menschen offen für Meditation. Die neunseitige Kuppel des Langenhainer Bahai-Tempels hat neun Eingänge auf kreisförmigem Grundriss. Um die Kuppel, getragen von 27 Pfeilern, verläuft eine Umbauung, über deren Treppen der Saal betreten werden kann. Der Tempel mit Laterne als Abschluss obenauf ist insgesamt 48m hoch und architektonisch herausragend, auch durch das Wechselspiel der Materialien Beton und Glas.

Am Waldrand hinter dem Bahai-Gelände steht eine Sonnenuhr an der Volkssternwarte Hofheim im Boden. Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heiteren Stunden nur! In den dunklen Stunden öffnet die Sternwarte zu Beobachtungsabenden bei guten Wetter an Samstagen und lädt dazu ein, nach den Sternen zu greifen.

Im alten Kern von Langenhain ist die evangelische Kirche sehenswert. 1748 wurde die barocke Dorfkirche gebaut. Der schlicht verputzte Saalbau mit Turm und geschweifter Haube entspricht auch im Inneren einer charmanten Dorfkirche mit marmorierten Holzsäulen, bemalten Emporen, einer barocken Orgel und einer mit Schnitzwerk verzierten Kanzel.

Nahe der Kirche in Alt-Langenhain steht ein schönes Fachwerkensemble. Eines der Gebäude wird das Häuschen genannt. Das ehemalige Wohnhaus eines Bauernhofs aus dem 17. Jahrhundert beherbergt heute den Heimat- und Geschichtsverein. Da das Häuschen nahezu unverändert ist, bietet es lebendigen Einblick in die wohl heute eher als beengt empfundene Räumlichkeit und das Leben der Bewohner von vor 300 Jahren.

Auffallend im Ortsbild von Langenhain ist die ehemalige Oberförsterei. Das Jagdhaus, in der gleichnamigen Straße, wurde 1736 gebaut. Der stattliche zweigeschossige Barockbau mit fünf Achsen und einem Mansarddach wurde ab 1826 als Schule und Rathaus genutzt. 1903-04 erhielt das Gebäude einen Anbau für zwei Klassenzimmer. Im Jagdhaus ist eine Außenstelle der Stadtverwaltung Hofheim, hier trifft sich der Ortsbeirat, Vereine und Feste werden begangen, wie beispielsweise das Maibaumstellen.