Hofheim am Taunus

Hofheim am Taunus ist die Kreisstadt im Main-Taunus und liegt zwischen Wiesbaden und Frankfurt am Main. Hofheim und die beiden Stadtteile Lorsbach und Marxheim gehören zum Wandergebiet Eppsteiner Horst, während die Stadtteile Diedenbergen, Langenhain, Wallau und Wildsachsen bereits dem Ländchen zugerechnet werden. Östlich von Hofheim führen zwei große Wanderwege vorbei, die Bonifatius-Route und der Rhein-Main Regionalparkrundweg.

Will man die schmucke Altstadt Hofheims bewundern, bietet sich ein Spaziergang durch das historische Zentrum an. In der Hauptstraße, der Burgstraße und der Burggrabenstraße befinden sich viele geschützte Fachwerkhäuser und Bruchsteingebäude. In der Bären- und der Mauergasse sind Reste der Stadtbefestigung zu sehen. Sie stammen aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Die sogenannte Alte Burg stand am Kellereiplatz. Hier sind Mauer- und Brückenreste erhalten. Von dem sogenannten Wasserschloss am Kellereiplatz sind ebenfalls noch Reste zu sehen, die saniert werden.

Das Wahrzeichen von Hofheim, das erhaben herausragt, ist die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul. Der spätgotische Bau wurde um 1481 errichtet und, wie man sich denken kann, in der Folgezeit an-, aus- und umgebaut. Aus der Errichtungszeit erhalten ist der Westturm mit kreuzrippengewölbtem Durchgang und einer Inschrift. Die geschweifte Haube erhielt er 1926. Auch der Chor stammt noch aus dem 15. Jahrhundert, die Innenausstattung vorwiegend aus dem 18. Jahrhundert.

Ebenfalls in der Hauptstraße steht das Alte Rathaus, das 1529 unter der Regentschaft der Herren von Burg Eppstein ursprünglich als Kaufhaus entstand. Das Erdgeschoss besteht aus einem Bruchsteinmauerwerk und im Inneren entstand eine zweischiffige Halle. Das Obergeschoss ist aus Fachwerk aufgesetzt. Die westliche Giebelseite wurde 1901 angebaut und sie zeigt gründerzeitliches Schmuckfachwerk. Am Mittelpfeiler wurde ein Laufbrunnen errichtet, der an die erste Wasserleitung von Hofheim erinnert.

Einen wunderbaren Blick in die Vergangenheit von Hofheim liefert die Burggrabenzeile mit Türmchen, erbaut nach der Verleihung der Stadtrechte 1352. Die Burggrabenzeile mit dem Rundtturm als Teil der Stadtbefestigung wurde auf der ehemaligen Stadtmauer errichtet. Die sich hier unter das Kegeldach des Türmchens aufreihenden Fachwerkhäuschen lassen optisch das Mittelalter wieder lebendig werden und prägen die Altstadt. Der Turm diente von 1795 bis zur Verwüstung durch die Nationalsozialisten am 9.11.1938 der jüdischen Gemeinde als Synagoge.

Das ehemalige Kellereigebäude in der Burgstraße besitzt auch einen Turm, den Hexenturm. Erbaut wurde das Haus 1720-22, diente als Wohnung und Dienstgebäude des Amtsvogts, der sich unter anderem mit dem Vereinnahmen von Steuern befasste und von daher auch gerne Kellermeister genannt wurde. Beim Hexenturm handelt es sich um einen Stadtbefestigungsturm aus dem 14. Jahrhundert und seinen Namen erhielt er, weil hier der Hexerei bezichtigte Frauen eingesperrt wurden. Nach mehreren Nutzungen, als Gefängnis, Schule, für das Militär und die Polizei, wurde es 1976 Haus der Vereine.

Wer jetzt noch nicht genug Historie gesehen hat oder noch näher dabei gucken will, ist in der Burgstraße 11 gut aufgehoben. Das Stadtmuseum Hofheim ist auf einem ehemaligen kurmainzischen Hofgut gelegen. Der aus dem 18. Jahrhundert stammende Altbau aus Bruchsteinmauerwerk erhielt einen Museumsneubau. Das Museum zeigt Exponate der Hofheimer Vergangenheit, ist Lernort und bietet neben Dauerausstellungen auch Veranstaltungen. In der Nähe befindet sich die Alte Schule, die gemeinsam mit dem Hofgut-Haus ein sehenswertes Ensemble bildet.

Westlich des Stadtzentrums liegt der Hofheimer Waldgarten, der als Lebensraum, Erholungs- und Lernort gerne aufgesucht wird. In der rund 5.000qm großen Waldgartenanlage können in den Gehegen Kamerunschafe, Haselhühner, Feldwachteln und Zauneidechsen neben den zahlreichen frei lebenden Tieren beobachtet werden. Auf einem Wald- und Artenschutzlehrpfad wird auf dreißig Infotafeln über die Lebensarten der Waldsiedler eingegangen.

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