Marxheim (Taunus)

Der älteste Stadtteil von Hofheim ist Marxheim, das 1191 erstmalig erwähnt wurde. Es ist südlich mit dem Zentrum von Hofheim verwachsen. Der Schwarzbach führt zwischen beiden hindurch. Östlich verlaufen die beiden beliebten Wanderwege der Bonifatius-Route und etwas weiter entfernt die Regionalpark-Rundroute durch das benachbarte Hattersheim. Im südlichen Teil von Marxheim stehen einige denkmalgeschützte Häuser aus Sandstein und Fachwerk.

Auffallend ist der hoch wirkende Turm der katholischen Pfarrkirche St. Georg in der Eichstraße. Der romanisierende Saalbau wurde 1843-1845 in Sandsteinmauerwerk errichtet, jedoch erst 17 Jahre später geweiht. Der schlanke, mit einem spitzen Helm bedachte Turm, steht als Risalit in der Westfassade. Nahebei liegt der Pfarrhof aus dem 17. Jahrhundert. Das Fachwerkwohnhaus fällt durch die im Giebel verarbeiteten natürlich krummen Streben auf.

Im Ortskern von Marxheim steht die zu den hervorragenden Kunstwerken im Kreis gehörende Pietà. Das Vesperbild wurde aus weißem Sandstein gearbeitet und befand sich im 1792 abgebrannten Franziskanerkloster zu Mainz. Die 1803 im Sockel bezeichnet das Aufstellungsjahr. Die Pietà stammt aus dem Jahr 1750 und ist künstlerisch überzeugend und leidend ausgearbeitet. Maria auf einem Felsen, mit dem Leichnam Christi über ihrem rechten Knie, ihr Gesicht hat sie dem Himmel zugewandt.

Das niedliche Marxheimer Kapellchen von 1777 steht auf einem hohen Bruchsteinsockel mit Fachwerk und Krüppelwalmdach obenauf in der Schulstraße. Im Innern ist auch eine Pietà (italienisch für Frömmigkeit und Mitleid) zu finden.

Um etliches gewaltiger ist die spätklassizistische Schule in der Schulstraße. Sie wurde 1854-1855 gebaut und auch als Rathaus genutzt. Die Außenwände bestehen aus unverputzten Sandsteinquadern und der Gesamteindruck von Strenge wird durch die elf Fensterachsen und die Symmetrie unterstrichen. Hier schert niemand aus!