Niederhofheim

Liederbach am Taunus besteht aus den beiden Ortsteilen Niederhofheim und Oberliederbach, die sich 1971 zusammengeschlossen haben. Namensgeber ist der Liederbach, ein 16km langer Nebenfluss des Mains, der westlich von Königstein im Hochtaunus entspringt und in Höchst mündet. Im Niederhofheimer Bereich wird der Liederbach auch Braubach genannt. Der Bau der in Niederhofheim gelegenen Heidesiedlung geht auf die Farbenwerke zurück, die ihren Mitarbeitern Wohnraum bieten wollte.

Neben dem hübschen Liederbachtal ist das Schmiehbachtal ein beliebtes Erholungs- und Wandergebiet, in dem sich bemüht wird, für Mensch, Tier und Natur Raum zu schaffen, durch das Erhalten landwirtschaftlicher Nutzflächen und das Anlegen von Streuobstwiesen.

Der Schmiehbach, im Unterlauf auch Kelkheimer Graben bezeichnet, plätschert über 3,6km zwischen Kelkheim-Hornau westlich des Wäldchens Hornauer Dicknet durch die Niederhofheimer Heide und mündet in Niederhofheim in den Liederbach. Hier fühlen sich nicht nur Wendehälse, Feldlerchen und Steinkäuzchen wohl.

Der gesamte Ortskern von Niederhofheim unterliegt dem Denkmalschutz. Sehenswert ist das ehemalige Alte Rathaus in Alt-Niederhofheim. Der Fachwerkbau entstand zwischen 1714 und 1717 mit Krüppelwalmdach und einem barocken Haubendachreiter. Innerhalb der zweigeschossigen Rähmkonstruktion befand sich von 1819 bis 1891 die Schule.

Auf dem Marktplatz fällt ein Brunnen ins Auge, mit Gänsemagd und Hammelhütern. Haben sich in früherer Zeit die Niederhofheimer mit der Aufzucht des Geflügels befasst, so hielten die Oberliederbacher Schafe. Bei Neckereien zwischen den Bewohnern beider Ortsteile flogen bisweilen die Bezeichnungen Hämmel und Gänse durch diesen Landstrich im Main-Taunus.