Kurpark Bad Soden am Taunus

Der Alte Kurpark von Bad Soden wurde 1823 im Stil eines englischen Landschaftsparks angelegt. Hier befand sich eine Saline. Mehrfach umgestaltet erfreuen sich die Parkbesucher an dem wunderbaren alten Baumbestand mit Trompetenbäumen, Mammutbäumen und Ginkgobäumen. Zudem befinden sich hier der Schwefelbrunnen, der Wilhelmsbrunnen (seit 2001 nicht mehr in Betrieb) und der Neue Sprudel.

31 Grad warm drängt das Wasser an die Oberfläche. Der Neue Sprudel hat mit 81 Liter in der Minute die größte Schüttmenge der Bad Sodener Quellen und eignet sich zur Inhalation bei Atemwegserkrankungen und für Bäder.

Im und am Alten Kurpark glänzt Bad Soden mit einem besonders hübschen Bestand an prächtigen Parkvillen, wie beispielsweise das Paulinenschlösschen. Heute ist im Paulinenschlösschen das Bürgerbüro Bad Soden untergebracht. Zum Gesamtensemble des Paulinenschlösschens gehört noch eine Remise und die Krugsche Villa, 1845 im Spätklassizismus erbaut. Der ehemalige Garten zur Villa wurde in die Kurparkgestaltung seitens der Brüder Siesmeyer 1909-14 einbezogen.

Das Medico-Palais am östlichen Ausgang des Alten Kurpark sstammt aus dem Jahre 1912 und ist nicht ganz so schmuck, kann dafür aber den Titel des ehemals größten Inhalatoriums Europas für sich in Anspruch nehmen.

Am nördlichen Rand des Alten Kurparks stand einst das Kurhaus. Heute befindet sich hier das Ramada-Hotel und in dessen Foyer in der Königsteiner Straße ist die weltweit größte Meissner Porzellansammlung des Dekors „Voller grüner Weinkranz mit weißem Rand“, außerhalb der Manufakturstadt Meißen zu sehen. Die Sammlung ist eine Stiftung von Sigrid Pless, einer Ehrenbürgerin von Bad Soden. Ihr wurde auch ein Brunnen nahe des Hotels gewidmet.

Zentrales Gebäude im Alten Kurpark ist aber das Badehaus, das Ende der 1860er Jahre gebaut wurde. Im Badehaus ist das Stadtmuseum Bad Soden untergebracht, wo Funde aus frühgeschichtlicher Zeit und auch die Geschichte der Stadtteile Altenhain und Neuenhain sowie der Salinen ausgestellt sind. Stadtarchiv, Stadtbücherei und die Stadtgalerie sind weitere Einrichtungen, die sehenswerte Geschichte, Kultur und Kunst anbieten.

Für Sonntagskonzerte und Musikdarbietungen für Rock und Pop sowie für Public Viewing und Events ist die Konzertmuschel im Alten Kurpark ein beliebtes Ausflugsziel. Besondere Highlights sind der Weihnachtsmarkt am zweiten Adventswochenende und das Sommernachtsfest, das jeweils am dritten Samstag im August stattfindet. Tausende Besucher drängen sich dann vom Alten Kurpark bis in die Altstadt von Bad Soden. Am Freitag vor Pfingsten finden über zehn Tage die Sodener Weintage viele Gäste. Einst wurde am Burgberg nämlich auch Wein angebaut.

Der Neue Kurpark wurde erst 1961 angelegt und liegt zwischen dem Eichwald und der Innenstadt. Flankiert ist der Park ohne Kur- und Quellenanlagen, aber mit einem Brunnen, von Gründerzeitvillen und der katholischen Kirche St. Katharina, die 1957 gebaut wurde.

Oberhalb des Alten Kurparks von Bad Soden am Taunus erhebt sich der 1900 erbaute Burgbergturm. Der Burgbergturm ist zehn Meter hoch. Oben befindet sich eine Aussichtsplattform, die allerdings nur ab und an geöffnet ist.

Der örtliche Taunusklub und der Verein „Wir für Bad Soden“ haben einen 12km Rundwanderweg ausgeschildert, der an etlichen Sehenswürdigkeiten in Bad Soden und den benachbarten Stadtteilen vorüber führt. Ein guter Startpunkt ist der Alte Kurpark. Von dort geht es an bedeutenden Villen und Brunnen sowie der Kirche vorbei zum Quellenpark, Wilhelmspark und dem Lehrpark Rohrwiese. Die Strecke führt zum Schwimmbad, ins Altenhainer Tal, durch den Obstanbau in Neuenhain, zu den drei Linden auf den Burgberg, am Paulinenschlösschen vorüber in den Neuen Kurpark, um nur einige der 33 Stationen zu nennen.

Regionaler Bezug:

Bad Soden am Taunus Main-Taunus-Kreis Hessen Vordertaunus Main-Taunus Taunus