Homertweg (Sauerland)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 64 km
Gehzeit o. Pause: 17 Std. 13 Min.
Höhenmeter ca. ↑2174m  ↓1868m
Homertweg von Arnsberg zum Rhein-Weser-Turm

Waldhotel WillingenWaldhotel Willingen

Der Homertweg ist ein Regionalwanderweg im Sauerland, der die Verbindung zwischen Ruhrhöhenweg und Rothaarsteig herstellt. Dabei führt er durch das Homertgebirge, einen Höhenzug, der sich zwischen Lennetal im Südwesten und Ruhrtal im Nordosten erstreckt und der bis 2015 als eigener Naturpark gehegt und gepflegt wurde, bevor das Gebiet im neuen Naturpark Sauerland-Rothaargebirge aufging.

Startpunkt des Homertwegs, der mit einem H in einer Raute markiert ist, ist am klassizistischen Neumarkt in Arnsberg. An der ehemaligen Kirche des Klosters Wedinghausen – die heutige Propsteikirche St. Laurentius – vorbei kommt man in den Stadtwald von Arnsberg und kann vom Aussichtspunkt Ehmsendenkmal den Blick über die Arnsberger Ruhrschleifen und die Stadt Arnsberg genießen.

Am Ende des Waldgebiets kommt man zum Sportzentrum Eichholz und passiert wenig später die Ruhr. Dann verlässt das Stadtgebiet von Arnsberg und taucht ein in die stillen Wälder, die uns auf fast 20km Wegstrecke nach Grevenstein im Arpetal begleiten.

Von Grevenstein aus hält man sich südostwärts und steuert Wenholthausen im Tal der Wenne an. Über die Westflanke des Estenbergs (473m) wandert man zum Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe. 1981 wurde das Maschinen- und Heimatmuseum in Eslohe eröffnet und dann 2006 durch den Ausbau zweier ehemaliger Fabrikhallen einer früheren Gelenkkettenfabrik in der Fläche noch einmal verdoppelt. Heute präsentiert das Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe sauerländische Industriegeschichte auf der stolzen Fläche von gut 2.000qm.

Am Rand von Eslohe wandert man auf dem Homertweg weiter auf den Höhenzug zwischen Esselbachtal und Marpetal und kommt nach Cobbenrode. Hier trifft man auf die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus, die 1931 erbaut wurde. Interessant sind die Plastiken im Inneren, die aus Vorgängerbauten stammen. Zu nennen sind da vor allem ein Kruzifix aus dem frühen 16. Jahrhundert, heute zu finden in einem schlichten Seitenaltar, die Figur der heiligen Elisabeth, zu erkennen an der Marburger Elisabethkirche, das ihr als Attribut mitgegeben wurde, und die Darstellung des Kirchenpatrons, des heiligen Nikolaus, die um 1370 entstand.

Hinter Cobbenrode beginnt der Anstieg in die Saalhauser Berge, die bereits zum Hochsauerland zählen. Vorbei am Dörfchen Bracht wandert man hinauf bis zum Himberg (689m), dem höchsten Gipfel der Saalhauser Berge und kommt von da zu den Rinsley-Felsen, ein über die Baumwipfel hinausragendes Felsmassiv.

Jetzt geht es hinunter nach Saalhausen im Lennetal. Nachdem der Fluss passiert ist, wird es wieder steil. Man bezwingt die Rothaarvorhöhen und wandert über den Höhenzug in den staatlich anerkannten Luftkurort Oberhundem mit sehenswertem Stickereimuseum und der katholischen Pfarrkirche St. Lambertus (der Kirchturm stammt aus dem 13. Jahrhundert).

Der letzte Abschnitt des Homertwegs leitet von Oberhundem in südöstlicher Richtung zum Rhein-Weser-Turm, wo der Homertweg auf den Rothaarsteig trifft. Der Rhein-Weser-Turm steht am Hang des Westerbergs (685m) direkt am Kamm des Rothaargebirges, der hier die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser bildet. Gebaut wurde der Rhein-Weser-Turm 1932. Vom 24m hohen Rhein-Weser-Turm genießt man den Panoramablick über das Hochsauerland, das Lennebergland, Siegerland-Wittgenstein und bis hinein ins Ebbegebirge.

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