Franziskusweg Eslohe


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑260m  ↓260m
Das Taukreuz weist die Richtung auf dem Franziskusweg Eslohe

Laudato si, mi signore, per sor aqua, la quale è multo utile et humile et pretiosa et casta. Der heilige Franz von Assisi rühmte schon 1224 in seinem Sonnengesang das Wasser als kostbare und keusche Gabe Gottes an den Menschen. Hautnah erleben kann man die Schönheiten der Schöpfung im Marpetal bei Eslohe, wo 2005 ein Franziskusweg eingerichtet wurde. An neun Stationen werden die einzelnen Strophen des Sonnengesangs aufgegriffen und laden den Wanderer zum Nachdenken über sich und die Natur ein.

Startpunkt des Franziskuswegs ist Kückelheim, das südwestlich von Eslohe im Naturpark Homert liegt. Von der Kirche in der Ortsmitte geht es zunächst ein Stück nordwärts, um dann in einer Spitzkehre nach Süden zum Krähenhagen (471m) zu gelangen.

Als erstes Zwischenziel erreicht der Franziskusweg schon bald den kleinen Weiler Niedermarpe. Von hier führt der Franziskusweg nach Westen ins kleine Dormecketal. Parallel zur Dormecke schließt sich der Kreis dann wieder in Kückelheim, wo die Dormecke in die Marpe mündet, einen Zufluss der Salwey.

Markiert ist der Franziskusweg mit dem sogenannten Taukreuz – im Prinzip dem Buchstaben T. Dieses Symbol lässt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen und galt im alten Orient als Zeichen der Vollendung. Der heilige Franziskus unterzeichnete seine Schriftstücke mit dem Taukreuz, weil es für ihn ein Symbol von Demut und Erlösung darstellte.

Franz von Assisi war der Begründer des Ordens der Minderen Brüder (Franziskaner). Er wird in der römisch-katholischen Kirche als Heiliger verehrt. Franziskus lebte nach dem Vorbild Jesu Christi (sogenannte Imitatio Christi), wie er selbst sagte, das Evangelium „sine glossa“ (das heißt, ohne Hinzufügungen oder Veränderungen). Diese Lebensweise zog gleichgesinnte Gefährten an, was zur Gründung der Minderen Brüder führte, deren Orden rasch wuchs. Franziskus war auch Mitbegründer der Klarissen. Trotz großer Widerstände während der ersten Jahre seines Wirkens wurde er von der katholischen Kirche schon zwei Jahre nach seinem Tode heiliggesprochen. 

Vgwort