Dormecketal

Nur knapp über 4km lang ist die Dormecke, die bei Kückelheim in die Marpe mündet, einem gut 9km langen Zufluss der Salwey. Dennoch lohnt sich ein Besuch im Tal der Dormecke. Das idyllische Wiesental liegt überragt von den bewaldeten Bergkuppen von Hesenberg (546m) und Saltemberg (520m) im Südosten des Gemeindegebiets Eslohe.

Ein großer Teil des Dormecketals, genauer gesagt rund 18,5ha davon, steht unter Naturschutz. Der Verlauf der Dormecke entspricht noch weitgehend dem eines unberührten Mittelgebirgsbaches, eingerahmt von typischen Feucht- und Magergrünländern. Vor allem seltene Pflanzenarten kann man hier noch entdecken, wenn man die Augen offen hält und sich ein wenig auskennt. Ansonsten genießt man einfach die nahezu unverbaute Naturlandschaft.

Den gleichen Namen wie der Bach trägt auch ein Dorf nahe der Quelle. Dormecke ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Eslohe. Wer hier entlangkommt, sollte einen kurzen Abstecher in die Kapelle St. Antonius wagen. Sie entstand im 17. Jahrhundert und wurde Mitte der 1970er Jahre gründlich renoviert. Deutlich älter als die Kirche selbst sind Teile der Innenausstattung. So etwa der Altar mit seinem Renaissance-Aufsatz, der noch Anklänge an die Gotik zeigt und um 1550 entstand. Noch einmal rund 200 Jahre älter ist die Sitzmadonna in der Mittelnische. Sie wird ungefähr auf das Jahr 1320 datiert.

Ein beliebter Rundwanderweg bei Dormecke ist der Franziskusweg. Er verbindet auf rund 8km Länge die drei Ortschaften Dormecke, Kückelheim und Niedermarpe miteinander. Aber nicht nur das - er trägt seinen Namen aus gutem Grund. Denn entlang des Weges sind neun Stationen aufgebaut, die nach dem bekannten Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi entworfen wurden. In diesem Gebet aus dem 13. Jahrhundert preist er die Schöpfung, was man bei der Wanderung auf dem Franziskusweg wunderbar nachvollziehen kann. Der Weg bzw. seine Stationen entstanden während des Weltjugendtags im Jahr 2005 mit der Hilfe von Gästen aus Korea.