Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe


Ein Besuch in Eslohe wäre nicht komplett, ohne das Maschinen- und Heimatmuseum gesehen zu haben. 1981 wurde das Museum in Eslohe eröffnet und dann 2006 durch den Ausbau zweier ehemaliger Fabrikhallen einer früheren Gelenkkettenfabrik in der Fläche noch einmal verdoppelt. Heute präsentiert sich das Maschinen- und Heimatmuseum auf der stolzen Fläche von gut 2.000qm.

Ausgangspunkt der Museumsgründung war die private Sammlung des Esloher Fabrikanten Eberhard Koenig, dem zu Ehren auf dem Museumsgelände nah am Salweybach ein Standbild errichtet wurde. Um den Kern der Koenigschen Sammlung entwickelte sich ein beeindruckendes Gesamtarrangement, das die Technisierung der Landwirtschaft ebenso beleuchtet wie die Geschichte der Kleineisenindustrie im Sauerland.

Höhepunkt und Blickfang des Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe ist die Maschinenhalle, in der historische Dampf-, Benzin- und Elektromaschinen präsentiert werden. Hier sind z. B. eine Ruthemeyer Dampfstraßenwalze von 1934, eine Zweizylinder-Schiffsdampfmaschine oder eine Bockdampfmaschine Baujahr 1864 zu sehen.

In Aktion sieht man den Maschinenpark zweimal im Jahr zu den sogenannten Esloher Dampftagen. Jeweils am letzten vollen Wochenende im Mai und im September werden die alten Schätzchen unter Dampf gesetzt und man kann ihnen beim Arbeiten und Schnaufen zusehen. Auf der gut 600m langen Strecke, die die Museumseisenbahn sonst mit einer kleinen Diesellok absolviert, wird an den Dampftagen – wie sollte es anders sein – ein echtes historisches Schnauferl eingesetzt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Museums Eslohe ist die Heimatausstellung, die u.a. verschiedene originalgetreu und umfangreich eingerichtete Werkstätten alter Handwerksberufe im Sauerland zeigt. In einer ebenfalls gut erhaltenen alten Schmiede wird ein authentisches Bild der Feuerwehr von vor gut hundert Jahren gezeichnet. Einfache Ledereimer und eine fahrbare Hand- Feuerwehrpumpe, erste motorisch betriebene Feuerspritzen, Ausrüstungs- und Uniformbeispiele, Bilder und Texttafeln informieren über die Geschichte der Feuerwehr im Sauerland.

Der Erforschung von Leben und Werk der 1869 in Herhagen bei Eslohe geborenen und 1951 in Bracht verstorbenen Mundartdichterin Christine Koch widmet sich seit 1987 das Christine-Koch-Mundartarchiv am Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe. Es beherbergt den handschriftlichen Nachlass und ist Herausgeber der vierbändigen Werkausgabe samt Biographie und hochdeutschem Arbeitsbuch.

Eine Vitrine im Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe erinnert übrigens an einen weiteren Bürger, der gemeinhin nur Pampel oder auch Till Eulenspiegel von Eslohe genannt wird. Er ist keine Sagengestalt, sondern lebte tatsächlich in der Gemeinde, und das ist noch gar nicht so lange her. Wilhelm Jungbluth, wie er eigentlich hieß, wurde 1897 in Eslohe geboren und starb 1960, er war ein echtes Original und unzählige augenzwinkernde Geschichten ranken sich um den Malergesellen und Fleischbeschauer. Eine Bronzestatue erinnert im Ort gegenüber dem Spritzenhaus an den Pampel von Eslohe.


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