Hessenweg Etappe 1 Eltville - Geroldstein


Erstellt von: WVH
Streckenlänge: 22 km
Gehzeit o. Pause: 5 Stunden 32 Min.
Höhenmeter ca. ↑608m  ↓527m
Der Hessenweg ist ein Wanderweg der Rheingau und Diemelsee verbindet

Gutsausschank Rauenthaler Berg im Weingut WernerGutsausschank Rauenthaler Berg im Weingut Werner

Der Hessenweg 1 startet in Eltville am Rhein, der Hauptstadt der deutschen Sektkultur im Herzen des Rheingaus. Von der Schwalbacher Straße geht es los am Friedhof vorbei Richtung Kiedrich. Durch die Kiedricher Weinberge leitet der Hessenweg hinauf zu Ruine Scharfenstein. Von der mittelalterlichen Burg aus dem 12. Jahrhundert ist heute nur noch der 30m hohe Bergfried erhalten. Der Eingang zum Turm liegt in einer Höhe von 7,60m und wird durch eine Außentreppe ermöglicht. Über drei Etagen führen dann im Inneren der 3m starken Mauer Steintreppen zur ehemaligen Wehrplatte.

Durch das Naturschutzgebiet Weihersberg geht es hinein in den Hinterlandswald, eine weitgehend unberührte Landschaft, die am Übergang vom Rheingau in den Untertaunus liegt. Der Hessenweg nimmt Kurs auf die Dreibornsköpfe (495m). An deren Fuße befand sich einst die Ringwallanlage Heidekeller, von der man heute nur noch spärliche Bodenverformungen wahrnimmt.

Jetzt erreicht der Hessenweg Hausen vor der Höhe. Der zu Schlangenbad gehörende Ort verdankt seinen Namen wahrscheinlich einem historischen Gasthaus, das hier vor der Höhe des Taunuskamms die Reisenden auf dem Weg vom Rhein über die Kemeler Heide ins Limburger Becken aufnahm. Der Hessenweg führt mitten durch den Luftkurort und passiert dabei auch die 1753 erbaute alte Schule, die später als Rathaus diente und heute vom örtlichen Kindergarten genutzt wird. Das Fachwerkhaus mit Walmdach in der Ortsmitte hat einen kleinen Uhrturm, so dass es man es kaum übersehen kann.

Ein Stück weit folgt der Hessenweg der Kreisstraße nach Fischbach und verlässt diese oberhalb des Rabenkopfs (456m). Vorbei an Niedergladbach führt der Hessenweg über den Schmandkopf (422m) an den Wispertaunus. Hier im oberen Wispertal liegt das Ziel der ersten Etappe, Geroldstein, der südlichste Ortsteil der Gemeinde Heidenrod. Eine Dichterin im 19. Jahrhundert schrieb über Geroldstein: „Dieser Punkt, vielleicht der schönste im Wispertal, verdient allein die beinahe vierstündige Wanderung von Lorch bis hierher. Schroffe Berge, hier und da mit Wald bedeckt, oft auch kahl und nur mächtige dunkelblaue Schieferhalden vor den Eingängen in die Schieferbrüche zeigend, umgeben hier einen engen Talkessel, durch welchen die Wisper braust.“

Zwei Ruinen - Burg Geroldstein und Burg Haneck – liegen bei Geroldstein. Im Ortskern fällt die alte Schule ins Auge, ein Fachwerkbau aus dem 19. Jahrhundert, der direkt unterhalb der Burg Geroldstein liegt. Die evangelische Kirche von Geroldstein wurde 1899 erbaut und liegt leicht erhöht nördlich über der Wisperstraße. Der Saalbau aus Bruchstein in neugotischen Formen wird von einem schlanken Dachreiter mit Spitzhelm und Wetterhahn gekrönt.

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