Hessenweg Etappe 6 Aumenau - Weilburg


Erstellt von: WVH
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 53 Min.
Höhenmeter ca. ↑520m  ↓491m
Wegweiser des Hessenwegs 1 auf der sechsten Etappe

Im Villmarer Ortsteil Aumenau startet die sechste Etappe auf dem Hessenweg von Eltville im Rheingau zum Diemelsee im Waldecker Land. Der Hessenweg folgt der Lahn aufwärts, die hier einen markanten Knick nach Norden schlägt und führt zusammen mit dem Lahnhöhenweg über Falkenbach zu den Resten der Burg Neu-Elkershausen. Von der ist allerdings nicht mehr allzuviel zu sehen.

Nachdem die Landstraße nach Wirbelau gequert ist, leitet der Hessenweg weiter lahnaufwärts und streift südlich von Kirschhofen den Scheuernberger Kopf (269m). Hier liegen an einer kleinen Schleife der Lahn die Anfänge Weilburgs. Der noch heute sichtbare Ringwall am Scheuernberger Kopf stammt aus der so genannten La-Tène-Zeit um 300 v.Chr. Am Scheuernberger Kopf fällt der Westhang über hundert Meter steil zur Lahn ab.

Nachdem Odersbach hinter uns liegt, führt der Hessenweg zur Hauseley, einem kleinen Aussichtstempel, von dem auch sich ein sehr guter Blick auf Weilburg ergibt. Weiter geht es zum Kanapee. Hier liegt ein weiterer Aussichtspunkt und der im 18. Jahrhundert erbaute Kranenturm, der nach einem Sturmschaden heute nur noch 3,50m hoch ist.

Eine letzte Lahnschleife leitet herum um den Bergsporn, auf dem sich Schloss Weilburg erhebt, das in seiner heutigen Form im 16. Jahrhundert im Stile des Renaissance erbaut worden ist. Basis des heutigen Schlosses war eine Burg, auf der der deutsche König Konrad I. residierte. Im 18. Jahrhundert erweiterten die Weilburger Grafen das Schloss um barocke Anbauten, zu denen auch das heutige Rathaus und die 1707-13 neu erbaute Schlosskirche zählen.

Der Hessenweg führt über eine Brücke hinüber in die Altstadt und passiert als erstes den Weilburger Schiffstunnel, der 1844-47 gebaut wurde und die Schiffe von Wetzlar an der Altstadt vorbei leitet. Dieser einzigartige Schiffstunnel – der heute zum Höhepunkt einer Kanutour auf der Lahn zählt – wurde später durch einen Eisenbahn- und einen Autotunnel ergänzt und gilt heute als einzigartiges Ensemble.

Die Etappe endet an der 1958-59 erbauten katholischen Heilig-Kreuz-Kirche. Dem Wanderer sei aber dringend empfohlen, noch einen Marsch durch die Weilburger Altstadt und hinauf zum Schloss anzuhängen. Oben am Marktplatz mit dem Neptunbrunnen schmeckt das Erfrischungs-Bier nämlich gleich doppelt gut.

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