Wirbelau

Landgasthof RudolphLandgasthof Rudolph

Wirbelau liegt im Nordosten des Limburger Beckens rund sechs Kilometer entfernt von der Stadt Runkel, die das Verwaltungszentrum ist. Wirbelau wurde erstmals 1235 urkundlich erwähnt, die romanische Friedhofskapelle geht aber bereits auf eine Zeit vor der Jahr 1100 zurück.

Wirbelau ist wegen seiner waldreichen Lage nicht nur ein beliebtes Wandergebiet zwischen Kerkerbachtal und Lahntal. Jahrzentelang war Wirbelau auch ein Abbaugebiet des begehrten Lahnmarmors, der eigentlich ein Kalkstein ist, aber nach Bearbeitung die Optik von Marmor annimmt. Teilweise synonym wird der Lahnmarmor auch Wirbelau Marmor (oder kurz: Wirbelau) genannt. Der Wirbelau Marmor wurde beispielsweise für den Altarraum des Doms in Speyer verbaut.

Ein Beispiel für den Werkstoff zeigt die Plastik Gretchen von Wirbelau, die der Limburger Bildhauer Karl Winter 2001 aus Wirbelau Marmor anfertigte. Das Gretchen hat ihren Platz gegenüber dem Dorfbrunnen gefunden.

Nordwestlich von Wirbelau an der alten Landstraße von Runkel nach Weilburg finden sich im Wald nicht nur Überreste der bis in die 1960er Jahre aktiven Kalksteinbrüche, sondern auch drei Hügelgräber aus der Eisenzeit.