Limburger Becken

Das Mittellahngebiet mit dem Weilburger Lahntal geht zwischen Villmar und Runkel langsam in eine Beckenlandschaft über, die sich bei Limburg auf eine Länge von 20km öffnet. Dieses Limburger Becken bildet den Nordrand des Untertaunus, der als Senke zwischen Hochtaunus im Osten und Hintertaunus im Westen liegt.

Naturräumlich beginnt das Limburger Becken schon zwischen Hadamar und dem Kerkerbachtal an den Ausläufern des Westerwalds. Das eigentliche Limburger Becken senkt sich aber erst südlich der Lahn und schließt im Wesentlichen das Gebiet von Villmar und Limburg ein, bevor es in den Goldenen Grund und später in die Idsteiner Senke übergeht.

Villmar ist wie Runkel auf der gegenüberliegenden Lahnseite vor allem durch den Abbau des international renommierten Lahn-Marmors bekannt. Das Lahn-Marmor-Museum und der Unica-Bruch mit dem beeindruckenden Blick in den Aufbau eines Kalkriffs aus dem Devon zeugen davon.

An die Villmarer Bucht schließt sich das Stadtgebiet von Limburg an. Nur in wenigen Städten blieb wie in Limburg fast die gesamte mittelalterlicher Bebauung über die Jahrhunderte nahezu unversehrt erhalten. Deshalb steht heute der ehemals ummauerte Stadtkern zwischen St. Georg-Dom, Grabenstraße und der 600 Jahre alten Lahnbrücke als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.

Ob ein Stadtausflug nach Limburg, Erdgeschichte in Villmar, Kanufahren auf der Lahn oder eine Wanderung in den Goldenen Grund oder das untere Lahntal: das Limburger Becken ist immer einen Ausflug wert, nicht nur wegen des prall gefüllten Veranstaltungskalenders und der guten Verkehrsanbindung über die Bahnhöfe in Eschhofen.