Hessenweg Etappe 9 Herborn - Angelburg


Erstellt von: WVH
Streckenlänge: 21 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 14 Min.
Höhenmeter ca. ↑546m  ↓292m
Unterwegs auf der neunten Etappe des Hessenweg 1

Die neunte Tageswanderung auf dem Hessenweg, der den Rheingau mit dem Waldecker Land verbindet, beginnt in Herborn, der Fachwerkstadt im Dill-Westerwald. Durch die Hauptstraße geht es über den Heumarkt und den Kornmarkt zum Marktplatz mit dem Löwenbrunnen im Herzen der Altstadt. Hier steht das nach einem Brand 1626 neu aufgebaute Rathaus, das durch einen umlaufenden Fries geschmückt ist, der die Wappen Herborner Bürgerfamilien zeigt.

Durch die Fußgängerzone geht es weiter bis zum Kreisverkehr, wo der Hessenweg über die Professor-Sell-Straße die Dill passiert und damit den Westerwald verlässt und das Lahn-Dill-Bergland erreicht. Über den Herborner Stadtteil Alsbach führt der Hessenweg in die Gemarkung von Burg, begleitet ein Stückchen die Bundesstraße nach Dillenburg und biegt dann nach Osten ab ins Naturschutzgebiet Weißehöll.

Weiter folgt der Hessenweg oberhalb des Volpertsbergs (426m) dem kleinen Monzenbach zum Standort der Grube Falkenstein, eines der letzten Bergwerke, die in Hessen erschlossen wurden. Das Gelände wird heute von einem Entsorgungsbetrieb genutzt.

Durch den Schelder Wald geht es über eine lange Passage hinauf nach Tringenstein. Der Hessenweg folgt hier zum Teil dem historischen Verlauf der Hohen Straße, einem mittelalterlichen Handelsweg, der Frankfurt mit Köln verband. Hinter Tringenstein leitet der Hessenweg, den Schelde Wald hinter sich lassend, hinauf zur Bottenhorner Hochfläche.

Entlang der Westflanke des Schmittgrunds (590m) erreicht der Hessenweg die Wilhelmsteine. Die Wilhelmsteine sind eine Gruppe von Felsen, die teilweise 15m hoch sind und aufgrund ihrer markanten Formation auch Felsenburg genannt werden. Entstand sind die Wilhelmsteine vor rund 360 Mio. Jahren durch vulkanische Tätigkeit. Ihren Namen verdanken sie einem Besuch von Herzog Wilhelm von Nassau, der 1830 die damals noch Buschsteine genannte Felsformation in Augenschein nahm.

Das letzte Wegstück führt schließlich hinauf zur höchsten Erhebung der Bottenhorner Hochfläche, der Angelburg (609m). Auf dem Gipfel steht der Fernsehturm Angelburg, das höchste Bauwerk im Lahn-Dill-Kreis. Der 1968 in Betrieb genommene Fernsehturm auf der Angelburg ist 171m hoch und weithin als Landmarke sichtbar.

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