Lahn-Dill-Bergland-Pfad Etappe 1 Dillenburg - Bicken


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Stunden 3 Min.
Höhenmeter ca. ↑447m  ↓397m
Die Startetappe auf dem Lahn-Dill-Bergland-Pfad führt in den Schelder Wald

Am Hofgarten in Dillenburg steht das Wanderportal des Naturparks Lahn-Dill-Bergland. Der Dillenburger Hofgarten liegt direkt vis-à-vis zum Hessischen Landgestüt an der Wilhelmstraße. Nur einen knappen Kilometer nördlich erhebt sich der Wilhelmsturm, der zur Erinnerung an Wilhelm-von-Oranien, den in der holländischen Nationalhymne als Wilhelmus von Nassau besungenen Vater der Niederlande, 1872-75 errichtet wurde.

Vom Hofgarten startet der Lahn-Dill-Bergland-Pfad über die Dill hinauf zum Bismarck-Denkmal und dann hinein in den Wald unterhalb der Adolfshöhe (365m). Der Westhang der Adolfshöhe wird übrigens in Dillenburg nicht umsonst Weinberg genannt: Beim Aufstieg merkt man, dass die Sonne den Hang kräftig aufheizt. Aber schon bald hat man den Bismarcktempel erreicht, ein 1884 hergestellter, eiserner Messe-Pavillon, der nach seinem Einsatz hier als Aussichtspunkt aufgestellt wurde und einen schönen Blick auf die Altstadt von Dillenburg mit dem hoch aufragenden Wilhelmsturm eröffnet.

Der Lahn-Dill-Bergland-Pfad passiert nun am Ostrand von Dillenburg die Isabellenhütte, den ältesten Industriebetrieb in Hessen. Die Isabellenhütte arbeitet mindestens seit 1482, als sie erstmals als Kupferhütte auf der Nanzenbach urkundlich erwähnt wurde. Vor der Einfahrt zur Isabellenhütte ist der Nanzenbach für den Hüttenbetrieb zu einem hübschen Weiher aufgestaut. Aber für eine Pause ist es noch zu früh.

Weiter geht es parallel zur Dill bis zur Einmündung der Schelde bei Niederscheld. Die Schelde ist Namensgeber für den Schelder Wald, den wir jetzt erreichen. Unterhalb des Hegetalkopf (401m) führt der Lahn-Dill-Bergland-Pfad durchs kleine Monzenbachtal hinauf in den Wald am Wasenberg (459m), wo auf dem Gelände der früheren Grube Falkenstein heute ein Recyclingbetrieb arbeitet. Die Grube Falkenstein war das letzte Bergwerk, das im Schelder Wald förderte.

Der Lahn-Dill-Bergland-Pfad steuert jetzt die Nesselhofer Weiher an. Sie sind die letzten Überreste der Hofanlage Nesselhof, die hier 1573 errichtet wurde, u.a. um die Hohe Schule in Herborn mit Lebensmittelns zu versorgen. Aber bereits zwanzig Jahre später wurde der Hof wieder abgebrochen. Die Fischweiher werden heute zur Aufzucht von Jungfischen genutzt, sind wegen ihrer schönen Lage aber ein beliebtes Zwischenziel für Wanderer im südlichen Schelder Wald.

Am Westhang des Weiberscheid (438m) vorbei geht es jetzt südwärts ins Aartal. Oberhalb von Bicken trifft man an der Schutzhütte Bicken auf den Herborner Weg, den Alternativeinstieg in den Lahn-Dill-Bergland-Pfad ab Herborn, und die Hessen-Extratour Bickener Ritterspuren, mit der sich der Lahn-Dill-Bergland-Pfad jetzt für gut zwei Kilometer den Weg teilt – entlang saftig grüner Wiesen hinab zu den Grasheiden am Eiternhöll (330m) und hinein nach Bicken.

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