Bicken

In ihrem Verlauf zwischen Schelder Wald und Hörre fließt die Aar ungefähr auf halber Wegstrecke durch Bicken, den größten Ort und Verwaltungssitz der Gemeinde Mittenaar. Bei Bicken münden der Weibach von Norden und der Gettenbach von Süden kommend in die Aar.

Benannt ist Bicken nach dem gleichnamigen Adelsgeschlecht, den Herren von Bicken. Diese residierten auf der nicht mehr existenten Burg Bicken und kämpften auf Seiten der Dernbacher gegen die Grafen aus Nassau um die Vorherrschaft in der Herborner Mark. Zum Ende der Dehrnbacher Fehde hatten die Nassauer gewonnen und die Herren von Bicken zogen sich nach Hainchen im Siegerland zurück.

An der Stelle der alten Burg Bicken steht heute die evangelische Kirche Bicken. Der mittelalterliche Turm der 1756 erbauten Kirche ist vermutlich ursprünglich Wehrturm und zugleich der alte Kapellenturm der Burgkapelle, die zur Wasserburg Bicken gehörte. Im Umkreis der Kirche erinnern übrigens noch Straßennamen wie Burggraben oder Hofgartenstraße an die Ritter von Bicken.

Eine zertifizierte Hessen-Extratour erkundet heute die Geschichte der Herren von Bicken auf der Rundwanderung Bickener Ritterspuren. Die knapp 7km lange Wanderung beginnt und endet am Alten Dreschplatz in Bicken.

Das Heimatmuseum Bicken wendet sich der neueren Geschichte Bickens zu – Wohnungseinrichtungen und Gebrauchsgegenstände seit den Anfängen des 20. Jahrhunderts, Fotos aus der Zeit um 1900 und eine funktionierende Schmiede sind in der über 200 Jahre alten Schule ausgestellt.

Regionaler Bezug:

Hessen Lahn-Dill-Kreis Schelder Wald Lahn-Dill-Bergland Oberhessen Mittenaar