Hanseweg (X 13)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 141 km
Gehzeit o. Pause: 1 Tag 11 Stunden 9 Min.
Höchster Punkt: 837 m
Tiefster Punkt: 89 m
Der Hanseweg ist als Hauptwanderweg 13 markiert

Gasthof DiemeltalGasthof Diemeltal

Auch im Mittelalter war man nicht nur an Ritterspielen und Kriegen interessiert, sondern kümmerte sich bereits sehr intensiv um die Wirtschaft. Interessanterweise machten dies aber nicht so sehr die Regierungen – also Grafen, Fürsten und Herzöge. Vielmehr taten sich die Kaufleute selbst zusammen und bildeten sogenannte Hansen. Daraus entstanden dann die Hansestädte – Orte, die eine wesentliche Rolle im überregionalen Warengeschäft einnahmen und sich selbst darum kümmerten, dass die Handelswege einigermaßen sicher zu nutzen waren.

Heute kennt man den Begriff Hansestadt vor allem im Bezug auf einige bedeutende Hafenstädte wie Hamburg, Bremen, Rostock und Lübeck, die die Bezeichnung Hansestadt im Städtenamen tragen. Im Mittelalter gab es allerdings mehr als 200 Hansestädte auf deutschem Boden und die meisten fanden sich nicht an der Küste, sondern auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalens.

Auch im Sauerland waren zahlreiche Städte Mitglied der Hanse. Fünf dieser mittelalterlichen Handelszentren sind das verbindende Thema, dem sich der Hanseweg annimmt, ein Hauptwanderweg, der vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) mit der Kennung X13 markiert ist.

Startpunkt ist die alte Hansestadt Soest, eine der wichtigsten Hansestädte im Mittelalter und neben Dortmund, Münster und Osnabrück Prinzipalstadt im westfälischen Hanseviertel. Von Soest leitet der Hanseweg zunächst zum Möhnesee, dem See mit der größten Fläche in Nordrhein-Westfalen, der daher auch den Beinamen Westfälisches Meer trägt.

Kurze Zeit später wird Arnsberg erreicht, heute Sitz der Bezirksregierung, die auch für die Großstädte Bochum, Dortmund, Hagen, Hamm, Herne und Siegen zuständig ist. Die malerische Altstadt von Arnsberg mit Glockenturm, Schlossruine und dem klassizistischen Neumarkt bietet einiges fürs Auge. Den nächsten Hanse-Stopp gibt es dann im Mescheder Stadtteil Grevenstein, schön gelegen im Naturpark Homert.

Richtung Süden geht es weiter nach Eslohe und hinein ins Fredeburger Land mit Bad Fredeburg im Zentrum. Durch den Lennekessel rund um Schmallenberg führt der Hanseweg über Nordenau hinauf auf den Kahlen Asten (842m), das Dach Westfalens. Danach kommt man nach nach Winterberg, das im Mittelalter ebenfalls zur Hanse gehörte.

Über die Höhen des Rothaargebirges steuert der Hanseweg schließlich in die Medebacher Bucht und führt durch den Glindfelder Wald zur Hansestadt Medebach. Das letzte Wegstück führt dann über Rhadern und Fürstenberg nach Herzhausen an den Edersee, dem Ziel unserer 140km langen Tour von der Soester Börde, durch den Arnsberger Wald und das Hochsauerland hinein ins Waldecker Land.

Auf dieser Seite bieten wir den gesamten Wegeverlauf des Hansewegs kostenfrei als GPS-Track für Navigationsgeräte (*.gpx) oder Karten-Anwendungen wie GoogleMaps und GoogleEarth (*.kml). Die sechs Tagesetappen auf dem Hanseweg des SGV werden jeweils auf eigenen Seiten im Detail beschrieben. Auf diesen Seiten lassen sich dann auch die einzelnen Etappen als GPS-Tracks für mobile GPS-Empfänger speichern.


Hanseweg Etappe 1 von Soest nach Arnsberg (28km)

Wanderatlas-Empfehlung: Etwa zur Hälfte der Etappe wird das Westfälische Meer – der Möhnesee – erreicht. Hier kann man mit schönem Blick über Nordrhein-Westfalens größtes Binnengewässer pausieren, bevor man für gut 10km durch die Wälder des Naturparks Arnsberger Wald wandert.


Hanseweg Etappe 2 von Arnsberg nach Eslohe (28km)

Wanderatlas-Empfehlung: Zwei spannende Museen liegen am Weg: Das Sauerland-Museum wurde 1964 im Gebäude des Landsberger Hofs in der Altstadt von Arnsberg eingerichtet. Kurz vor dem Ziel passiert man dann das Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe, das auf 2.000qm Fläche mit vielen historischen Dampfmaschinen über die Technisierung der Landwirtschaft informiert.


Hanseweg Etappe 3 von Eslohe nach Bad Fredeburg (19km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf der dritten Etappe geht es von der Homert ins Fredeburger Land. Viel Natur zeichnen die Etappe aus. Sehenswert ist unterwegs die Pfarrkirche St. Hubertus in Dorlar. Im Innenraum ist eine 1475 entstandene Pietà sowie ein tausendjähriges Taufbecken interessant.


Hanseweg Etappe 4 von Bad Fredeburg zum Kahlen Asten (22km)

Wanderatlas-Empfehlung: In Holthausen lohnt ein Besuch des Schieferbergbau- und Heimatmuseums – man sollte sich allerdings vorher nach den Öffnungszeiten erkundigen. Bevor es ins Skigebiet am Kahlen Asten geht, passiert der Hanseweg Nordenau, das Lourdes des Sauerlands. Ein Heilstollen soll über magische Kräfte verfügen. Wenn das nicht klappt: Vom restaurierten Bergfried der Burgruine Rappelstein hat man immer einen schönen Blick ins Schmallenberger Sauerland.


Hanseweg Etappe 5 vom Kahlen Asten nach Medebach (22km)

Wanderatlas-Empfehlung: Winterberg, das touristische Herz des Hochsauerlands, liegt am Weg. Wenig später erreicht der Hanseweg die Quelle der Ruhr, dem Fluss, der stellvertretend für eine ganze Industrieepoche steht. Dann geht es hinein in die Medebacher Bucht, eines der größten Vogelschutzgebiete des Landes.


Hanseweg Etappe 6 von Medebach zum Edersee (20km)

Wanderatlas-Empfehlung: Das malerische Fürstenberg liegt am Wegesrand und ist einen Abstecher Wert. Höhepunkt der Schlussetappe ist aber ganz klar das Erreichen des Edersees am Einlauf in die Talsperre in Herzhausen.

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