Fredeburger Land

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Das Fredeburger Land wird auch das Land der Schwammklöpper genannt - daran erinnert eine Skulptur in der Stadt. Gemeint sind natürlich keine Bade- oder Spülschwämme, sondern Feuerschwämme. Der aus Baumpilzen hergestellte Zunder eignete sich bestens zum Feuermachen. In Bad Fredeburg gab es Anfang des 19. Jahrhunderts immerhin drei Fabriken, die diesem Handwerk nachgingen. Die größte von ihnen beschäftigte sechzig Mitarbeiter. Und weil man im Produktionsprozess mit einem Hammer auf Pilze einschlagen muss, entstand der Name der Schwammklöpper.

Nach der Eingemeindung Fredeburgs nach Schmallenberg hat der Name Fredeburger Land in politischer Hinsicht eigentlich keine Bedeutung mehr. Aber er hat sich so eingebürgert, dass er bis heute auf Landkarten zu finden ist. Und auch verschiedene Verbände und Vereinigungen tragen ihn noch im Namen, etwa der katholische Pastoralverbund Fredeburger Land. Und weil er so schön klingt, nutzen ihn auch viele touristische und gastronomische Einrichtungen, wenn sie für sich Werbung machen.

Überhaupt spielt der Tourismus eine wichtige Rolle. Feuerschwamm und Zunder kauft heute niemand mehr, Industrie im eigentlichen Sinne gibt es im Fredeburger Land kaum. Zu abgelegen von den Fernstraßen liegen die Orte. Es ist also nicht verwunderlich, dass man sich darauf verlegt, Touristen und Kurgäste anzulocken. Und für Wanderer ist das Angebot sowohl landschaftlich als auch in Sachen touristische Infrastruktur bestens.

Im westlichen Teil ist die Landschaft offener, stärker von Wiesentälern geprägt, die von nur teilweise bewaldeten Bergrücken umstanden sind. Im östlichen Teil prägt die Hunau das Landschaftsbild, ein Gebirgszug, der sich von Bad Fredeburg bis hinauf nach Siedlinghausen im Winterberger Hochland zieht. Hier liegen auch die höchsten Gipfel, auf 818m ü. NN bringt es die Hunau am höchsten Punkt.

Direkter Nachbar im Süden ist der Schmallenberger Lennekessel. Das Lennetal und die Hunau bilden ganz grob gesprochen die natürlichen Grenzen des Fredeburger Lands. Im Westen schließen sich die Saalhauser Berge an, im Nordwesten der Gebirgszug der Homert rund um Eslohe. Im Norden setzt sich das Fredeburger Land ins Hennetal fort, im Nordosten ins Hochsauerländer Schluchtgebirge und im Osten schließlich ins Winterberger Hochland.