Talsperrenweg Etappe 8 Waldland Hohenroth - Fischelbach


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 32 Min.
Höhenmeter ca. ↑315m  ↓471m
Die vorletzte Etappe des Talsperrenweges führt nach Fischelbach

Die vorletzte Etappe des Talsperrenwegs von Hagen nach Biedenkopf startet am Waldland Hohenroth, einer Kombination aus Forstamt und Waldinformationszentrum, die am geografischen Mittelpunkt von Siegerland-Wittgenstein liegt. Hier verläuft die historische Eisenstraße über den Rothaarkamm.

Die Eisenstraße war Teil der mittelalterlichen Messestraße von Köln nach Leipzig, wurde aber bereits viel früher von den Kelten genutzt. Ihren Namen verdankt sie der Tatsache, dass über diese Trasse schon vor gut 2.000 Jahren die im Dietzhölztal, Schelder Wald und Siegerland erzeugten Eisenwaren in die großen Handelsmetropolen transportiert wurden.

Der Talsperrenweg allerdings überquert die Eisenstraße zunächst und folgt der Kohlenstraße, ebenfalls einem historischen Wirtschaftsweg, auf dem Fuhrwerke die in den Wäldern des Rothaargebirges erzeugten Holzkohlen zu den Hüttenbetrieben im Siegerland transportierten. Die Kohlenstraße führt vom Waldland Hohenroth geradewegs zur Quelle der Eder. Diese liegt wenig eindrucksvoll unter hohen Bäumen in einem sumpfigen Grund. Hier im Quellgebiet – dem so genannten Ederbruch – merkt man nicht, dass hier ein 176km langer Fluss entsteht, der längste Zufluss der hessischen Fulda, die wiederum in die Weser mündet.

Zusammen mit dem Rothaarsteig geht’s weiter durchs Netphener Dreiquellenland in Richtung Sieg-Quelle. Diese wird vom Talsperrenweg aber ausgespart zugunsten eines Abstechers in das Örtchen Großenbach, den westlichsten Ortsteil von Bad Laasphe. Wir sind im Wittgensteiner Land angekommen. In Großenbach gibt’s nicht viel zu sehen, aber trotz knapp fünfzig Einwohner gibt’s ein Traditionsgasthaus, was für Wanderer ja immer einer willkommene Abwechslung ist.

Der Talsperrenweg führt jetzt wieder an die Eisenstraße heran und passiert dabei die Quelle der kleinen Ilm. Dieses Bächlein ist vor allem durch die Tatsache bekannt, dass es der erste offizielle Zufluss der großen Lahn ist. Kurz danach ist die Eisenstraße und auch wieder der Rothaarsteig erreicht. Parallel zur Eisenstraße geht es zum Lahnhof.

Schon 1333 berichten Urkunden von einem Lahnhof am Lahnkopf (625m). Später wurde neben dem Bauernhof noch an der vermuteten Quelle der Lahn ein Forsthaus errichtet. Heute sind beide Anwesen der Gastronomie verpflichtet. Am ehemaligen Forsthaus Lahnhof kann man einen Blick auf den meist sumpfig-grün wirkenden Quellteich der Lahn werfen. Die Lahn fließt wie die Eder nach Osten, mündet nach aber 246km und einem großen Bogen dann doch nicht in der Weser, sondern bei Lahnstein in den Rhein.

Über den Jagdberg (674m), den nördlichsten Teil der Haincher Höhe, geht es entlang der Landesgrenze von Nordrhein-Wesfalen nach Hessen bis zu dem Weiler Sohl, der aus acht Wohnhäusern besteht und eine gewisse ländliche Ruhe verströmt. Ab Sohl folgt der Talsperrenweg dem Sohler Bach durch die malerische Rothaar-Landschaft im Wittgensteiner Bergland ostwärts bis zu seiner Einmündung in die Banfe. Dieses Ereignis findet in Fischelbach statt, den Ziel dieses Teilstücks auf dem Talsperrenweg.

In Fischelbach kann man nicht umhin, die schöne Dorfkirche zu bewundern. Sie gilt als eine der ältesten und schönsten Kirchen im Wittgensteiner Land. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die ursprüngliche Kirche teilweise neu gebaut, dabei übernahmen die Baumeister aber wesentliche die Grundfläche des Vorgängerbaus und auch einen Teil des alten Turms. Der Turm erhielt bei diesem Umbau den für das Barock typischen dreifach gestuften Turmhelm.

Talsperrenweg Etappen


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