Wittgensteiner Bergland

Das Wittgensteiner Bergland ist ein abwechslungsreiches Wanderrevier, das sich auf einer Fläche von rund 13.500ha am südöstlichen Rand von Siegerland-Wittgenstein erstreckt. Prägend für die Landschaft sind unter anderem die ausgedehnten Buchenwälder. Etwas über 70% der Fläche sind mit Wald bedeckt.

Durchzogen wird die Landschaft von zahlreichen Bachläufen und allen voran vom Tal der Lahn. Sie entspringt im benachbarten Johannland auf dem Lahnkopf (624m) und erreicht das Wittgensteiner Bergland von Südwesten her. An Feudingen vorbei fließt sie durch Bad Laasphe, um kurz darauf parallel zur B62 und der Bahnstrecke die Landesgrenze nach Hessen zu passieren. Ungezählte weitere kleine Gewässer entspringen im Wittgensteiner Bergland, die bekannteren unter Ihnen sind Ilse, Banfe und Laasphe.

Letztere gab der Stadt Bad Laasphe ihren Namen. Der Name stammt aus keltischer Zeit und bedeutet grob übersetzt Lachsgewässer. Vielleicht gelingt es ja sogar, den namensgebenden Fisch in Laasphe und Lahn wieder anzusiedeln, wo er zwischenzeitlich ganz verschwunden war. Ein entsprechendes Wiederansiedlungs-Projekt läuft seit 2001.

Doch auch ohne Fisch hat Bad Laasphe im Wittgensteiner Bergland mit seinen 22 Ortsteilen für Naturfreunde und Kulturinteressierte viel zu bieten. Zum Beispiel im Herbst, wenn in vielen Ortschaften die Kartoffelbratfeste stattfinden und mit ihrer Lagerfeuer-Atmosphäre Besucher von nah und fern anziehen.

Nach Süden und Osten hin bildet die Landesgrenze nach Hessen zugleich die Abgrenzung des Wittgensteiner Berglands zum Lahn-Dill-Bergland. Die Grenze verläuft auf den Bergkämmen des Rothaargebirges von Gipfel zu Gipfel, darunter Eichwäldchen (608m), Görzberg (588m) oder Puderburg (619m). Westlich liegt das katholisch geprägte Johannland, und nach Norden schließt sich die Hochmulde der Wittgensteiner Kammer mit den Orten Erndtebrück und Bad Berleburg an.