Neanderlandsteig


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 240 km
Gehzeit o. Pause: 2 Tage 8 Stunden 47 Min.
Höchster Punkt: 284 m
Tiefster Punkt: 24 m
Neanderlandsteig Wegzeichen

In Sachen Tourismus arbeiten die zehn Städte im Kreis Mettmann unter der Dachmarke Neanderland zusammen und meinen damit grob das Gebiet, das man als Niederbergisches Land kennt. Und wie es sich für gestandene Touristiker gehört, hat man natürlich auch einen großen Vorzeigewanderweg für dieses Gebiet umgesetzt, den Neanderlandsteig.

Das man den Neanderlandsteig offiziell neanderland STEIG schreibt, ignorieren wir zugunsten der deutschen Sprache. Und warum man den Neanderlandsteig einen Steig nennt, versuchen wir auch erst gar nicht zu verstehen, denn Steig-Partien finden sich auf der insgesamt rund 230km langen Wanderstrecke nicht. Und warum schließlich das weltbekannte Neandertal nicht in die Wegführung eingebunden ist, wird auch einen Grund haben. Unterm Strich ist der Neanderlandsteig aber dennoch ein spannender Fernwanderweg, der viele Sehenswürdigkeiten bietet.

Der Neanderlandsteig wurde in mehreren Abschnitten 2013-15 eröffnet. Als Startpunkt des großen Rundwanderwegs durchs Niederbergische Land gilt offiziell Erkrath (ungefähr auf Position 9 Uhr des Rundwanderwegs). Von Erkrath geht es über Hilden nach Monheim und bis an den Rand von Leverkusen.

Vom südlichen Scheitelpunkt verläuft der Neanderlandsteig über die Ohligser Heide nach Haan. Hinter Haan teilt sich der Neanderlandsteig die Wegführung mit dem Bergischen Weg über Gruiten und Düssel nach Neviges. Ab Neviges teilen sich beide Wanderwege wieder und der Neanderlandsteig macht einen attraktiven Schlenker durch die Elfringhauser Schweiz, um schließlich Velbert anzusteuern. Von Velbert geht es über Heiligenhaus und Lintorf nach Ratingen und dann an Mettmann vorbei zurück nach Erkrath.

Auf dieser Seite bieten wir den gesamten Wegeverlauf des Neanderlandsteigs kostenfrei als GPS-Track für Navigationsgeräte (*.gpx) oder Karten-Anwendungen wie GoogleMaps und GoogleEarth (*.kml). Die 16 Tagesetappen auf dem Neanderlandsteig werden – sobald verfügbar – jeweils auf eigenen Seiten im Detail beschrieben. Auf diesen Seiten lassen sich dann auch die einzelnen Tageswanderungen als GPS-Tracks für mobile GPS-Empfänger speichern.


Neanderlandsteig Etappe 1 von Erkrath nach Hilden (15km)

Wanderatlas-Empfehlung: Ziemlich viel Natur gibt’s auf dieser Tageswanderung: das Naturschutzgebiet Düsselaue bei Gödinghoven, der Eller Forst, der Unterbacher See – ein beliebtes Naherholungsgebiet für Düsseldorf –, der stille Elbsee und der Dreiecksweiher mit seinem hohen Vogelbestand liegen am Weg.


Neanderlandsteig Etappe 2 von Hilden zum Schloss Garath (12km)

Wanderatlas-Empfehlung: Höhepunkt dieser Etappe ist sicherlich der schmucke Schlosspark von Schloss Garath im Düsseldorfer Süden. Zuvor kommt man durch den Forst Benrath zum Oerkhaussee. Ein eigens errichteter Aussichtspunkt ermöglicht den Blick auf den eingezäunten Schutzbereich.


Neanderlandsteig Etappe 3 vom Schloss Garath nach Monheim (15km)

Wanderatlas-Empfehlung: Der Rhein hat im Laufe der Zeit öfters mal seinen Lauf geändert, so auch an der Urdenbacher Kämpe. Einst wurde sie östlich umflossen, nach einem Hochwasser im 14. Jahrhundert auf einmal westlich. Heute ist die Urdenbacher Kämpe eine der letzten nicht eingedeichten Auenlandschaften am oberen Niederrhein.


Neanderlandsteig Etappe 4 von Monheim nach Reusrath (13km)

Wanderatlas-Empfehlung: Eine wasserreiche Etappe steht auf dem Plan: Der Monbag-See in Monheim, Blaue Donau in Hitdorf und die Widdauer Seen in Langenfeld liegen am Weg. Die herrschaftliche Villa Schloss Laach wird heute als Wohnobjekt genutzt.


Neanderlandsteig Etappe 5 von Reusrath zur Ohligser Heide (16km)

Wanderatlas-Empfehlung: Gleich zu Beginn der Tour marschiert man durchs Further Moor. Wenig später erreicht man die Leichlinger Sandberge. Auf dem Weg zur Ohligser Heide passiert man erst die Schwanenmühle und dann den Engelsberger Hof, der von einer schönen Freizeitanlage umgeben ist.


Neanderlandsteig Etappe 6 von der Ohligser Heide nach Hülsberg (15km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf dieser Wanderung führt der Neanderlandsteig erst durch die Ohligser Heide vorbei am Drei-Insel-Teich, dann durch den Hildener Stadtwald mit dem Stadtwaldteich und schließlich auf die Hildener Heide. Am Jaberg (107m) lockt ein Aussichtsturm zu einem kurzen Abstecher.


Neanderlandsteig Etappe 7 von Hülsberg nach Gruiten (12km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf dieser Tageswanderung geht es durch das Ittertal. Man passiert Schloss Caspersbroich, das auf einen mittelalterlichen Rittersitz zurück geht, und den Freizeitpark Ittertal mit Märchenwald und Baumwipfelpfad. Über die Korkenziehertrasse geht es gemeinsam mit dem Bergischen Weg nach Gruiten.


Neanderlandsteig Etappe 8 von Gruiten nach Düssel (16km)

Wanderatlas-Empfehlung: Vom historischen Ortskern von Gruiten mit dem Haus am Quall und dem Alten Kirchturm geht es ins Naturschutzgebiet Grube 7, ein ehemaliger Steinbruch, der heute zu Teilen für die Öffentlichkeit zugängig ist und großes Spektrum an Tier- und Pflanzenarten zeigt.


Neanderlandsteig Etappe 9 von Düssel nach Neviges (11km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf dem Weg nach Neviges kommt man zum Schloss Hardenberg, einem Herrensitz aus dem 13. Jahrhundert. Noch beeindruckender ist aber der von Star-Architekt Gottfried Böhm ersonnene Nevigeser Mariendom, dessen markante Beton-Architektur man auch virtuos modellierter kristalliner Sakralbau in Sichtbeton beschreibt.


Neanderlandsteig Etappe 10 von Neviges nach Nordrath (8km)

Wanderatlas-Empfehlung: Eine sehr naturnahe Etappe: Es geht durch die Bauerschaft Windrath zur Bauerschaft Nordrath. Eine Bauerschaft ist ein loser Verbund einzelner Höfe und genauso sieht es hier auch aus: Landwirtschaftlich genutzte Flächen und einzelne Höfe charakterisieren die wellige Landschaft im Osten von Velbert.


Neanderlandsteig Etappe 11 von Nordrath nach Nierenhof (14km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die Tagestour auf dem Neanderlandsteig führt einmal quer durch die Elfringhauser Schweiz, ein stilles, mittelgebirgiges Stück Natur zwischen den beiden Großstädten Essen und Wuppertal. Der Neanderlandsteig folgt dem Felderbach bis zu seiner Mündung in den Deilbach.


Neanderlandsteig Etappe 12 von Nierenhof nach Heiligenhaus (19km)

Wanderatlas-Empfehlung: Es geht auf dieser Tageswanderung über den Höhenzug Voßnacken ins Rinderbachtal und dann weiter nach Abtsküche, einer Ortslage von Heiligenhaus. In Abtsküche gibt es neben einem schönen Teich auch ein kleines Heimatmuseum und die schmucke St. Jakobus Kapelle.


Neanderlandsteig Etappe 13 von Heiligenhaus zum Schloss Landsberg (14km)

Wanderatlas-Empfehlung: Vom Abtskücher Dorfteich wandert man durchs Vogelsangbachtal zum Essener Charlottenhof und weiter in die malerischen Wälder bei Hugenpoet und Landsberg, ein ausgedehntes Waldgebiet im Norden von Ratingen, bevor man am Schloss Landsberg das Etappenziel erreicht.


Neanderlandsteig Etappe 14 von Schloss Landsberg nach Lintorf (13km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf dem Weg von Schloss Landsberg in den Ratinger Stadtteil Lintorf wandert man durch den Quellenhang in der Lintorfer Mark und das Moorgebiet Rahmer Benden. Unterwegs passiert man u.a. die neugotische St. Theresia Kirche in Selbeck.


Neanderlandsteig Etappe 15 von Lintorf nach Homberg (23km)

Wanderatlas-Empfehlung: Man wandert auf dieser Etappe durch die Naturwaldzelle Hinkesforst zum Lichtenbroicher Baggersee am Flughafen Düsseldorf, kommt durch den Erholungspark Volkardey mit Silbersee und Grünem See und trifft auf die Rekonstruktion eines eisenzeitlichen Gehöfts im Schwarzbachtal.


Neanderlandsteig Etappe 16 von Homberg nach Erkrath (16km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die Schlussetappe des Neanderlandsteigs führt von Ratingen aus durch das malerische Stinderbachtal zum Erkrather Haus Morp, ein Ensemble schicker Villen, die durch den öffentlichen zugängigen Park Morp verbunden werden.

IVW