Evolutionspfad Mettmann (Neanderland)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 4 km
Gehzeit o. Pause: 48 Min.
Höhenmeter ca. ↑31m  ↓57m
Evolutionspfad Mettmann Neandertal

Mettmann nennt sich selbst auch die Neanderthal-Stadt: Man ist stolz auf das Neandertal, das sich im Süden des Stadtgebiets im Übergang nach Erkrath befindet. Um die City mit dem wichtigsten Ausflugsziel von Mettmann zu verbinden, wurde der Evolutionspfad eingerichtet.

Der Evolutionspfad ist allerdings alles, nur kein Pfad. Er verläuft nämlich die ganze Zeit entlang der Straße zum Neandertal. Vielmehr handelt es sich um einen Skulpturenweg, dessen Leitthema die menschliche Evolution ist.

Gestartet wird an den Erinneringen am Lavalplatz in der Innenstadt. Die Erinneringe ahmen die Jahresscheiben eines Baumes nach und verewigen auf jedem neuen Jahresring die vier wichtigsten Ereignisse des Vorjahres. So werden die Erinneringe zu einem Gedächtnisbaum und einem wachsenden Denkmal.

Man folgt der Straße Am Königshof und kommt an der Kreuzung mit der Talstraße und der Ringstraße zum Kultpfahl. Der Mettmanner Kultpfahl zeigt historische Kulte, von den Ägyptern über die Römer, Indianer und Kelten bis in die Moderne. Im unteren Bereich ist dargestellt, was heute Kultstatus, z.B. unsere Medien.

An der Talstraße Ecke Beethovenstraße trifft der Evolutionspfad auf den Neandertaler im Kreis. 1997 wurde erstmals ein Neandertaler in Realgröße in Bronze gegossen. Umgegeben ist er von einem Ring aus Beton, der die Moderne symbolisiert. Etwas später trifft man auf die Eisenbahnbrücke, die als Tor zum Neandertal gestaltet ist.

Auf Höhe der Bushaltestelle Wiesental trifft der Evolutionspfad auf die Steinpyramide mit Kalksteingreifer. Dieses Objekt weist deutlich auf die Veränderungen hin, die das Neandertal in den letzten hundert Jahren geprägt haben: anstatt Archäologie vielmehr Kalkabbau. Etwas weiter in Richtung Neandertal passiert man noch das Objekt Industriedenkmäler, das Monumente der Mettmanner Industriegeschichte in der Landschaft platziert.

An der Brückenwand der Bundesstraße B 7 leuchtet einem die Höhlenmalerei im 2. Jahrtausend entgegen. Hier sind Tagesthemen aus dem Monat September 1995 illustriert. Basis war die Idee, dass Höhlenmaler – würden sie heute leben – tagesaktuelle Ereignisse illustrieren würden. So nahm der Künstler die Schlagzeilen aus dem September 1995 und malte eine bunte Collage.

Nur hundert Meter kommt der Evolutionspfad zur Felsbildwand mit Steinzeitzeichnungen. Auf einer Naturfelswand im Format zwölf auf fünf Meter sind Elemente prähistorischer Felsmalerei nachempfunden und künstlerisch zu einer neuen Komposition verarbeitet. Dabei hat der Künstler steinzeitliche Techniken mit möglichst originalgetreuen natürlichen Materialien und Verfahren zu einem in Europa einmaligen Kunstwerk im öffentlichen Raum verarbeitet.

Dann schließlich erreicht der Evolutionspfad das Neanderthal-Museum, das 1996 eröffnet wurde und über die Geschichte der Menschwerdung und natürlich die Ereignisse im Neandertal informiert. Ein archäologischer Garten, das Eiszeitliche Wildgehege, der Kunstweg MenschenSpuren, die Steinzeitwerkstatt im alten Museumsbau und natürlich die Orginalfundstelle des Neandertalers lassen die Zeit im Neandertal wie im Flug vergehen.


Bildnachweis: By Stefan Scheer (Own work) [GFDL], via Wikimedia Commons

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