Entdeckerschleife Evolutionspfad ins Neandertal


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑535m  ↓535m
Entdeckerschleife Neanderland Evolutionspfad Mettmann

Große Teile des Niederbergischen Lands firmieren heute in Sachen Tourismus unter der Marke „Neanderland“. Kein Wunder, denn die bekannteste Sehenswürdigkeit im Kreis Mettmann ist das Neandertal, wo man im 19. Jahrhundert Knochen eines Vorläufer des modernen Menschen (Homo sapiens) entdeckte.

Wir machen uns heute auf Spurensuche und folgen dabei dem Evolutionspfad Mettmann, der als Entdeckerschleife entlang des Neanderlandsteigs markiert wurde. Wir starten am Jubiläumsplatz in Mettmann und die ersten Schritte unserer Wanderung bringen uns zur katholischen Pfarrkirche St. Lambertus.

Die Lambertuskirche steht am Marktplatz in Mettmann. Bereits im 10. Jahrhundert hab es hier eine Kapelle, an deren Standort im 12. Jahrhundert eine romanische Kirche erbaut wurde. Von dieser hat sich bis heute der Turm erhalten. Im 15. Jahrhundert wurde aus dem romanischen Chor ein gotischer. 1881 erfolgte ein Neubau im Stil der Neugotik.

Am Lavalplatz treffen wir auf die evangelische Kirche, die 1774-80 im barocken Stile erbaut wurde. Entgegen des sonst eher puristischen Innenlebens fällt das prunkvolle schmiedeeiserne Tor der Kirche auf, das man auch Elberfelder Prachttor nennt.

Wir folgen nun dem Mettmanner Bach hinaus aus dem Innenstadtbereich und geradewegs zur Mündung des Mettmanner Bachs in die Düssel. Und siehe da: Da sind wir auch schon im Neandertal, denn das Neandertal ist ein rund einen Kilometer langer Teil des Düsseltals, das seinen Namen dem in Düsseldorf beschäftigten Pastor und Kirchenlieddichter Joachim Neander verdankt, der hier einst gerne hinwanderte.

Wer sich über die Geschichte des Neandertalers informieren möchte, tut dies am Besten im Neanderthal-Museum, das 1996 an der Straße von Erkrath nach Mettmann eröffnet wurde und die Entdeckungsgeschichte des Neandertalers sowie generell die Geschichte der Menschwerdung thematisiert.

Am Neanderthal-Museum biegen wir nach links ins Neandertal ein, kommen vorbei an der Steinzeitwerkstatt (hier wurde das Neanderthal-Museum ursprünglich 1938 begründet) und erreichen das Gelände des Eiszeitlichen Wildgeheges Neandertal. Das Wildgehege Neandertal wurde ebenfalls in den 1930er Jahren eröffnet und ist kostenfrei zugängig. Hier kann man Auerochse, Wisent und Tarpan aus der Nähe beobachten.

Wir folgen nun dem Neandertal durchs Naturschutzgebiet Neandertal aufwärts zum Diepensiepen, kreuzen die kleine Straße und wandern weiter im Tal zur Winkelsmühle, die erstmals 1483 urkundlich Erwähnung fand. Der Lauf der Düssel leitet uns weiter an und wir kommen schließlich in den Haaner Stadtteil Gruiten.

Von Gruiten aus wandern wir zum Gelände des Golfclubs Haan-Düsseltal und zurück nach Mettmann, wo wir einen Schlenker durch den Stadtwald Mettmann und rund um den Goldberger Teich machen. Hier kann man übrigens – vom Bahnhof Mettmann-Stadtwald aus – alternativ in die Entdeckerschleife einsteigen und bequem mit der S 28 von Kaarst über Neuss und Düsseldorf anreisen.

Bildnachweis: Von RMZNBCK [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

Vgwort