Ohligser Heide

Zwischen Duisburg und Siegburg zieht sich entlang des Ostufers des Rheins eine sandige Terrassenlandschaft, die man als Bergische Heideterrasse kennt. Heute sind fast alle Heide- und Waldflächen dieser Terrassenlandschaft durch Straßen und Häuser verdrängt. Doch einige Gebiete wie die Wahner Heide in Köln, die Leichlinger Sandberge und die Ohligser Heide in Solingen konnten erhalten werden.

Die Ohligser Heide liegt ganz im Westen des Stadtgebiets von Solingen und ist auf einer Fläche von 147ha als Naturschutzgebiet Ohligser Heide ausgewiesen. Es gibt Bruchwälder, Feuchtheide, offene Sandfläche und mittendrin versteckt inmitten von Kieferwäldern der Drei-Insel-Teich.

Der Drei-Insel-Teich ist ein natürlicher Heideweiher, der 1920 durch Menschenhand erweitert wurde. Im Schilf und Röhricht der Ufer können zahlreiche Vögel ungestört nisten. Mit ein wenig Geduld lassen sich von einer Beobachtungshütte aus Kanadagänse, Eisvögel und Wasserfledermäuse entdecken.

Bekannter als der Drei-Insel-Teich ist in Solingen aber sicherlich das Freibad Heide. Das Sommerbad mitten im Naturschutzgebiet ist ein beliebtes Ausflugsziel für Junge und Junggebliebene.

Quer durch die Ohligser Heide führt die Langhansstraße von Solingen nach Hilden. Direkt an der Straße liegt der Engelsberger Hof, ein im 19. Jahrhundert erbauter Gutshof, der seit 1906 als Gasthaus genutzt wird. Es entstanden in der Folge rund um den Engelsberger Hof eine schöne Gartenanlage mit Teich und ein gern genutzter Spielplatz.

Im Nordosten der Ohligser Heide liegt der Waldfriedhof Hermann-Löns-Weg. Hier am Hermann-Löns-Weg findet sich auch der Solinger Vogel- und Tierpark. Auf einer Fläche von 1,5ha zeigt der 1927 gegründete Vogel- und Tierpark rund 125 verschiedene Arten, darunter Wildkatzen, Eisfüchse, Kängurus, Berberaffen und Palmgeier. Der kleine Zoo verzeichnet immerhin 30.000 Besucher pro Jahr und hat es zu einer eigenen S-Bahn-Haltestelle gebracht.

Ganz im Südosten der Ohligser Heide, an der Landstraße von Solingen nach Wiescheid, steht Schloss Hackhausen. Richtig historisch ist das heutige Schloss nicht. Das ursprüngliche Schloss brannte 1887 nieder. An gleicher Stelle wurde 1907 das heutige Wasserschloss erbaut. Es befindet sich in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.