Rheinhöhenweg (Westerwaldseite)


Erstellt von: Westerwaldverein
Streckenlänge: 124 km
Gehzeit o. Pause: 32 Std. 37 Min.
Höhenmeter ca. ↑3931m  ↓3938m
Symbolische Wegemarkierung für den Rheinhöhenweg (Westerwaldseite)

Die verschiedenen Rheinhöhenwege zählen zu den ältesten durchgängig beschilderten Wanderwegen in Deutschland. Sie durchstreifen mit verschiedenen Verbindungswegen das Mittelrheintal, dessen südlicher Teil von Bingen bis Koblenz seit 2002 als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet ist. Der rechtsrheinische Rheinhöhenweg ist Vorlage des Rheinsteigs. Er führt auf 122km an den Ausläufern des Westerwalds entlang von Lahnstein bis Bonn.

Die Westerwald-Etappen des Rheinhöhenwegs beginnen bei Lahnstein an der Mündung der Lahn in den Rhein. Erster Zielpunkt ist die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz. Hier gegenüber dem Zusammenfluss von Mosel und Rhein (dem sogenannten Deutschen Eck) residierten einst die mächtigen Kurfürsten von Trier. Heute beherbergt die große Verteidigungsanlage das Landesmuseum Koblenz. Weiter über Urbar kommt man nach Vallendar, vorbei am Kaiser-Friedrich-Turm, der einen schönen Überblick über das Mittelrheintal ermöglicht.

Von Vallendar geht es nach Bendorf und Sayn am Zufluss der Brexbachs, einem der schönsten Seitentäler des Rheins. In Sayn warten mit Burg Sayn, Schloss Sayn mit dem Garten der Schmetterlinge und dem Rheinischen Eisenkunstguss-Museum und dem Kletterpark gleich mehrere interessante Ausflugsziele. Durch den Heimbacher Wald führt der Rheinhöhenweg weiter über Oberbieber bis zum Kurort Rengsdorf.

Die folgende Etappe stößt ins Wiedtal vor und erreicht bei Altwied die gleichnamige Burgruine, die die Stammburg der Grafen zu Wied war. Wieder in Richtung Rheintal erreicht man Leutesdorf, das älteste Weindorf am Mittelrhein. Bereits im 6. Jahrhundert wurden hier Reben kultiviert. Zielpunkt des Wegabschnitts ist dann Rheinbrohl, wo der Beginn des Obergermanisch-Raetischen Limes mit dem Nachbau eines Römer-Turms markiert ist.

Das folgende Wegstück passiert Bad Hönningen und im weiteren Verlauf Schloss Arenfels. Aufgrund seiner 365 Fenster, 52 Türen und zwölf Türme trägt das neugotische Schloss den Beinamen „Schloss des Jahres“. Weiter geht es nach Linz am Rhein, das wegen seiner farbenprächtigen Bauwerke auch die bunte Stadt am Rhein genannt wird.

Von Linz führt der Rheinhöhenweg zur Erpeler Ley, einem 191m hohen Basaltfels, der zusammen mit dem Drachenfels zu den bekanntesten Vulkanruinen im Mittelrheintal zählt. Am Fuße der Erpeler Ley sieht man die Reste der Pfeiler, die die Brücke von Remagen einst hielten. Sie war 1945 die vorletzte intakte Brücke über den Rhein nach Osten. Die Sprengung durch die deutsche Armee schlug fehl und die US-Soldaten konnten binnnen kurzer Zeit über 8.000 Soldaten übersetzen. Dieses „Wunder von Remagen“ ist in die Kriegsgeschichte eingegangen.

Weiter flussabwärts erreicht man wenig später Bad Honnef. Die letzte Etappe des Rheinhöhenwegs führt schließlich durchs Siebengebirge über den Großen Ölberg (460m) nach Bonn-Beuel.

Streckenverlauf

LahnsteinFestung EhrenbreitsteinBendorf-SaynRheinbrohlLinz am RheinErpeler LeyBad HonnefBonn-Beuel

Artikel bei twitter teilenArtikel bei Facebook teilenArtikel per Email versendenDer Inhalt dieser Seite unterliegt der Creative Commons Attribution/Share Alike-Lizenz. © Westerwaldverein via ich-geh-wandern.de
Vgwort