Brexbachtal

Von Grenzau bis nach Bendorf-Sayn schlängelt sich der Brexbach durch das von ihm geschaffene Tal. Er legt auf der Luftlinienstrecke von 6,5km insgesamt eine Strecke von 18km zurück. Dabei nimmt er eine Reihe kleiner Bäche auf wie den Masselbach, den Eisenbach und das Nauorter-Floß. Der Brexbach selbst entsteht aus der Vereinigung von Hinterstem Bach und Vorderstem Bach im Grenzhauser Stadtwald östlich von Höhr-Grenzhausen.

Vom Quellgebiet in der Ransbacher Mulde bis zur Mündung im Schlosspark Sayn passiert der Brexbach steile und dicht bewaldete Hänge. Mancherorts hört man, das Brexbachtal sei eines der schönsten Seitentäler des Rheins. Gut erkunden kann man das Brexbachtal auf dem rund 16km langen Brexbachtalschluchtweg der direkt durch das schöne Tal führt. Auch der Rheinsteig leitet durchs Brexbachtal, ebenso wie der bekannte Traumpfad Saynsteig.

Das Brexbachtal wird von keiner Straße durchzogen – was ideal für Wanderer ist. Nur die Eisenbahner verlegten eine Trasse, um mit der Brexbachtalbahn die Tonvorkommen des Kannenbäckerlandes ins Rheintal zu befördern. Die für den normalen Fahrbetrieb geschlossene Strecke passiert auf 9,5km dreißig Brücken und sechs Tunnel, was sie zu einem echten Kleinod für passionierte Eisenbahnfreunde macht.

Im Brexbachtal unterhält die Pfadfinderschaft St. Georg einen großen Zeltlagerplatz, der jährlich über 45.000 Übernachtungen bewältigen muss. Der Zeltplatz ist für viele Jugendgruppen aus ganz Deutschland ein beliebtes Ausflugsziel, das mit Erlebniswanderungen durch die Natur verbunden wird. Das Areal erstreckt sich auf 120.000 Quadratmetern über eine Länge von 3km. Das Gelände ist in 27 unterschiedlich große Zeltlagerwiesen mit festen Feuerstellen aufgeteilt. Auf 14 Zeltlagerwiesen steht eine offene Schutzhütte. Es gibt drei feste Häuser: Georgshaus, Paradieschen und Baden-Powell-Haus.

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