Traumpfad Saynsteig


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑787m  ↓787m
Traumpfad Wegweiser

Im Schnittpunkt von Kannenbäckerland, Lahn-Westerwald und Rhein-Westerwald liegt Bendorf-Sayn. Der ehemalige Stammsitz der Grafen von Sayn besticht durch eine Vielzahl kultureller und landschaftlicher Höhepunkte, die der 2008 geschaffene Wanderweg Saynsteig erschließt. Der Saynsteig ist ein Premiumwanderweg, der den Qualitätsstandards des Deutschen Wanderinstituts entspricht und deshalb von der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik als Traumpfad ausgewiesen ist.

Startpunkt der gut 15km langen Rundwanderung ist das schön herausgeputzte Schloss Sayn mit dem Rheinischen Eisenkunstgussmuseum im Seitenflügel. Schon vor dem eigentlichen Start lohnt ein Spaziergang durch den Schlosspark, in dem der Brexbach in die Sayn mündet und der Schmetterlingsgarten ein beliebter Besuchsmagnet ist.

Vom Schloss Sayn geht es den Hügel hinauf zur Burg Sayn, der Ruine der über 800 Jahre alten Stammburg der Fürsten zu Sayn-Wittgenstein. Von hier oben genießt man einen schönen Blick auf das Rheintal mit Bendorf, Neuwied und Engers. Aber auch die Sayner Hütte fällt direkt ins Auge, der ersten Industriehalle mit tragender Gusseisenkonstruktion.

Jetzt führt der Saynsteig durch den Bendorfer Wald hinauf auf die Nauorter Hochfläche, die mit ihren dichten Buchen- und Fichtenwäldern eine besinnliche Ruhe ausstrahlt. Bei Stromberg ist der Scheitelpunkt der Wanderung erreicht.

Der Rückweg bringt den Wanderer ins wildromantische Brexbachtal, um das nächste Zwischenziel zu erreichen: Den Römerturm am Pulverberg. Bereits 1912 wurde hier am historischen Limes-Verlauf ein Römerturm rekonstruiert. Der Bau entstand in schöner Lage mit guter Aussicht über das Neuwieder Becken und die angrenzenden Westerwaldhöhen. Die Vorlage für den Römerturm auf dem Pulverberg lieferte die Abbildung eines Wachturmes auf der Traian-Säule in Rom.

Dann geht es wieder hinab nach Sayn. Vom Steg über den Brexbach, vorbei am Mühlenmuseum Heins Mühle sind es nur noch wenige Schritte zurück zum Schloss. Wer jetzt noch Bewegungsdrang hat, kann weiter zur 1202 geweihten Prämonstratenser-Abtei Sayn laufen (ca. 0,5km). Hinter der Abtei liegt der Kletterwald Sayn mit einem der höchsten Mischwaldbestände Deutschlands. Unter anderem steht hier mit 55m Höhe der dritthöchste Baum des Landes – eine Douglasie.

Vgwort