Nauort

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Zwischen dem Sayntal im Nordwesten und dem Brexbachtal im Süden reckt sich als Wasserscheide die Nauorter Hochfläche auf eine Höhe bis zu 330m ü. NN. Im Osten wird die Hochfläche durch den Quarzithöhenzug des Staatsforsts Neuhäusel abgeschlossen, der eine Fortsetzung der durch die Ransbacher Mulde unterbrochenen Montabaurer Höhe ist.

Durch die geologische Struktur haben die beiden Bäche rund um Nauort tiefe Täler eingeschnitten, die steil zwischen hundert und zweihundert Meter bis zur Höhe ansteigen. Zwischen diesen beiden Tälern im Burgendreieck Sayn, Isenburg und Grenzau liegt Nauort.

Das Ortsbild dominiert die katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, die 1955 errichtet worden ist. In der Kirche befinden sich zwei Holzfiguren, die wahrscheinlich von Meistern der Hadamarer Schule gefertigt worden sind. In der Nähe der Kirche befindet sich in der Kirchstraße 2 ein altes Fachwerkhaus mit Vorbau auf Stützen.

Das ehemalige Schwesternhaus St. Josef der armen Dienstmägde Jesu Christi aus Dernbach in der Ortsmitte stammt von 1907. Gemäß Vereinbarung zwischen der katholischen Kirchengemeinde und dem Caritasverband fand das Gebäude nach zweijährigem Leerstand schließlich eine neue Verwendung als Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung.

Wirtschaftlich war Nauort im 20. Jahrhundert nicht ausschließlich vom Tonbergbau und der –weiterverarbeitung abhängig, wie viele andere Gemeinden im Kannenbäckerland. Umfangreiche Bimsablagerungen – einstmals als Flugasche während der Vulkantätigkeit des Laacher Sees herübergetrieben – haben Nauort zu einem Mittelpunkt der Bimsindustrie werden lassen.

Direkt an Nauort schließt sich auf der Hochfläche der kleine Ort Caan an. Der Ortsname Caan deutet auf eine alte Siedlung hin. Von einem Hof in Caan führte ein Adelsgeschlecht „von Kane“ seit 1250 seinen Namen. Der Ort wird beherrscht vom Pfahlberg (346m), der sich vom Sayntal aus steil anhebt und auch das Landschaftsbild von Nauort prägt.