Stromberg (Bendorf)

Eingebettet in weite Fluren und herrliche Buchen- und Fichtenwälder ist Stromberg ein ruhiger Ort, der schon auf der Nauorter Hochfläche liegt. Bis 1974 gehörte Stromberg auch zu Nauort, dann wurde der kleine Ort im Rahmen einer Verwaltungsreform der Stadt Bendorf zugeordnet.

1766 wurde in Stromberg eine kleine Kapelle errichtet, auf deren Mauern 1921 die katholische Pfarrkirche St. Anna gebaut wurde. Durch Bevölkerungszuwachs wurde das Gotteshaus nach dem Zweiten Weltkrieg rasch zu klein, so dass ab 1962 ein Erweiterungsbau errichtet wurde. Das Mittelschiff wurde um einen Chor und die nach beiden Seiten sich anschließenden Querschiffe über 69 Gräber des alten Friedhofes hinweg erweitert. Außerdem wurden ein Seitenschiff mit Sakristei und der Glockenturm angefügt. Die Einweihung der neuen St. Anna Kirche fand 1964 statt.

Für Wanderer lohnt sich ein Spaziergang zum Telegraphenberg. Er erhielt seinen Namen 1832, als hier ein preußischer Zeichentelegraph errichtet wurde – die damals modernste Form der Kommunikation. Der Stromberger Telegraph war Teil der „Datenleitung“ von Koblenz nach Berlin. Eine Nachricht konnte über diesen Kommunikationsweg in rund einer Stunde vom Rhein an die Spree geschickt werden. Vom Telegraphenberg hat man einen guten Ausblick über das Neuwieder Becken und auf das Deutsche Eck in Koblenz.