Rheinsteig Etappe 4 Johannisberg - Rüdesheim


Erstellt von: garmini
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 17 Min.
Höhenmeter ca. ↑350m  ↓300m
Rheinsteig Wegzeichen

Von der Geburtsstätte der Spätlese, dem Weinbaugebiet am Schloss Johannisberg, bringt der Rheinsteig den Wanderer auf der vierten Tagestour ins Zentrum des rheinromantischen Fremdenverkehrs: die Winzerstadt Rüdesheim mit der weltbekannten Drosselgasse.

Nach dem Blick von der Schlossterrasse wandert man oberhalb von Burg Schwarzenstein in den Wiesengrund hinein, wo man auf das weiß-blaue R trifft. Burg (manchmal auch Schloss) Schwarzenstein wurde 1873 als historisierende künstliche Ruine gebaut, was im 19. Jahrhundert durchaus üblich war. Zunächst folgt der Rheinsteig dem Lauf des Ansbach und steigt dann stetig hinauf zum Sandkopf, einem Steinbruch bei Stephanshausen.

Von hier geht es wieder hinab durchs Elsterbachtal zum Kloster Marienthal bei Geisenheim. Kloster Marienthal geht auf ein Marienbild zurück, an dem 1309 ein Wallfahrer von seiner Blindheit geheilt wurde. 1326 wurde mit dem Bau einer Kirche begonnen, die 1330 geweiht wurde. 1468 richteten die Priester von Marienthal eine Druckerei unter dem Namen Marienthaler Presse ein. Sie war die erste Klosterdruckerei der Welt, die sechste Druckerei auf deutschem Boden und die siebte in Europa, 28 Jahre nach der Erfindung der Buchdruckerkunst durch Johannes Gutenberg.

Jetzt „klettert“ der Rheinsteig steil hinauf zur Antoniuskapelle und führt weiter an den Südhang des Nothgotteskopfs (299m). Hier liegt ein weiteres, seit 2006 wieder aktives Kloster, das Haus Nothgottes. Von hier aus folgt der Rheinsteig dem Blaubach, passiert die Nonnemühle und wendet sich dann westlich zur Abtei St. Hildegard.

1165 gründete Hildegard von Bingen in unmittelbarer Nähe das Kloster Eibingen, das allerdings mit der Säkularisation 1803 erlosch. Nur die Klosterkirche mit den Reliquien der Heiligen hat als Pfarrkirche von Eibingen überdauert. Ende des 19. Jahrhunderts kam es dann zu einer Neugründung auf dem heutigen Gelände und die Abtei St. Hildegard konnte 1904 eingeweiht werden.

Weiter durch die Weinberge kommt langsam das Niederwalddenkmal in Sicht. Vom Niederwald, einem dem Rheingaugebirge vorgelagerten Abschnitt des Taunuskamms, blickt die 12,5m hohe Germania über den Rhein. Das Niederwalddenkmal gehört mit dem Deutschen Eck in Koblenz, dem Barbarossadenkmal auf dem Kyffhäuser, dem Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald und der Walhalla bei Donaustauf zu den monumentalen Gedenkbauwerken Deutschland. Das Niederwalddenkmal wurde zwischen 1877-83 errichtet und sollte an die Gründung des deutschen Kaiserreichs erinnern. Es hat eine Gesamthöhe von 38,18m und wiegt 75t.

Vom Niederwalddenkmal fährt eine Seilbahn hinab nach Rüdesheim, das der Rheinsteig vornehm ausspart, das aber dennoch einen Abstecher wert ist, ist es doch ein markantes Beispiel für die Wahrnehmung des romantischen Rheins vor allem durch internationale Gäste. Rund 3 Mio. Touristen klappern alljährlich durch die nur 144m lange Drosselgasse, in der sich Weinstuben, Straußenwirtschaften und Gasthäuser abwechseln. Auch die bekannte Weinbrandmarke Asbach Uralt und die in Rüdesheim erfundenen Weinbrandbohnen haben zum Ruf des fröhlichen Rüdesheim am Rhein beigetragen.

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