Rheinsteig Etappe 8 St. Goarshausen - Kestert


Erstellt von: garmini
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑583m  ↓517m
Rheinsteig Wanderzeichen

Rheinsteig, die Achte. Es geht von der Loreleystadt Sankt Goarshausen nach Kestert. Burg Katz im Rücken und Burg Maus voraus beginnt die zweite Bergetappe am Friedhof im Hasenbachtal und steigt direkt steil bergan.

Wer’s noch steiler mag, dem sei der Rabenacksteig ans Herz gelegt, der neu als Klettersteig direkt bei Sankt Goarshausen angelegt ist. Die nur 500m lange Route auf den Aussichtspunkt hoch über dem Rhein führt - teilweise an Stahlseilen entlang - mal eben, mal steil bergab, dann ebenso steil bergan durch ehemalige Weinlagen, über Felsen, senkrechte Leitern und in den Fels eingelassene Stiegen bis auf die Felsnase des Rabenack.

Oben angekommen auf dem Rabenack eröffnet sich den Wanderern ein prachtvoller Blick ins Rheintal über Sankt Goarshausen. Burg Katz und die Loreley sind ebenso zu sehen wie die linksrheinische Nachbarstadt Sankt Goar mit Burg Rheinfels. Der Rabenacksteig erfordert allerdings ein wenig Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und festes Schuhwerk. Kinder und Ungeübte sollten nur gesichert den Rabenack erobern.

Wer den Rabenacksteig auslässt, den führt der Rheinsteig über den Höhenkamm oberhalb des Rheins. Nach knapp drei Kilometern wandert man enge Serpentinen hinab bis zur Burg Maus. Die Burg wurde 1353-57 als Burg Peterseck erbaut, um den Wehranlagen der Grafen von KatzenelnbogenBurg Katz rechtsrheinisch und Burg Rheinfels linksrheinisch – etwas entgegenzusetzen. In dieser Konstellation kam Burg Maus denn auch zu ihrem Namen: Der Volksmund machte aus dem mittelalterlichen Wettrüsten ein (Burg) Katz- und Mausspiel.

Die quadratische Kernburg von Burg Maus umschließt einen Innenhof und zwei Wohntürme. Die rheinzugewandte Angriffsseite wird durch die zehn Meter hohe Schildmauer mit dem eingebauten, runden Bergfried gesichert. Zusätzlich wurde vor der Ringmauer ein Halsgraben in den Fels gehauen.

Von Burg Maus steigt man durch die Heumarkspforte nach Wellmich ab, wo der Bergbau- und Landschaftspfad nach Ehrenthal beginnt. Hier wurde bis zum 15. September 1958 ein Tunnel unter dem Rhein für den Abtransport von Erzen der Grube Gute Hoffnung betrieben. In 136m Tiefe sprengten die Bergleute eine Querung. Die Erinnerung daran hält der Landschaftspfad Ehrenthal wach, der auch über Tiere und Pfanzen informiert. Der Lehrpfad leitet in lang gezogenen Serpentinen aufwärts zur geräumigen Schutzhütte auf dem Sachsenhäuser Feld.

Weiter führt der Rheinsteig gen Norden und man passiert die Pulsbachklamm, eine Schlucht, durch die der kleine Pulsbach dem Rhein zufließt. Drei kleine Wasserfälle – der größte mit sieben Metern Höhe – und ursprüngliche Vegetation machen die Pulsbachklamm zu einem beliebten Abstecher vom Rheinsteig. Der Hauptweg führt aber nicht hindurch.

Im Schatten des Hahnbergs (302m) führt der Rheinsteig dann auf den letzten Metern der Etappe an der Aussichtshütte Rheinburgenblick vorbei nach Kestert, dem Ziel.

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