Rheinburgenweg Etappe 9 Bad Salzig - Sankt Goar


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 4 Min.
Höhenmeter ca. ↑776m  ↓761m
Rheinburgenweg Remagen Bingen

Wandern auf dem Rheinburgenweg von Remagen nach Bingen, Teil 9. Es geht los im kleinen Kurort Bad Salzig. Direkt zu Beginn kann man sich an der Leonorenquelle stärken. Sie sprudelt stündlich 3.000 Liter Heilwasser empor. Durch den Kurpark der Mittelrhein-Klinik leitet der Rheinburgenweg hinaus aus dem Ort und hinauf auf die Höhen. Schon nach kurzer Strecke bietet eine Felsklippe zum ersten Mal Gelegenheit zum Verweilen und Ausschauhalten.

Weitere schöne Aussichtspunkte finden sich hinter Weiler, bevor es auf einem steilen, kräftezehrenden Alpinpfad nach Hirzenach geht. In Hirzenach lohnt ein Blick auf die katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus, der ehemaligen Propsteikirche der Benediktiner. Die Bartholomäuskirche wurde wohl ursprünglich Anfang des 12. Jahrhundertes erbaut. Um 1250 wurde der heute noch existente Chor errichtet.

Das Klostergebäude selbst wird heute als Sitz der Hilfsorganisation Solidarität mit Frauen in Not (oder kurz: SOLWODI) genutzt, die Ordensschwester Lea Ackermann 1985 gründete. Der barock gestaltete Propsteigarten aus dem frühen 18. Jahrhundert gilt als eine gartenhistorisch bedeutende Anlage.

Hinter Hirzenach geht es direkt wieder hinauf. Auf dem sogenannten Eselspfad genießt man den Blick auf die andere Seite des Rheins, die auf den vielsagenden Namen Loreley-Burgen-Land hört. Über Holzfeld geht es hinein in den Wald. Auf ruhigen Wegen wandert man durchs Hinterland und nimmt dann den felsgesäumte Abstieg ins Heimbachtal, wo fast Urwaldatmosphäre aufkommt.

Jetzt steht Wandergenuss pur an: Der Rheinburgenweg folgt einem alten Alpinpfad durch den Niederwald entlang der Hangkante zur atemberaubenden Aussicht auf das Rheintal bei Fellen. Auf der Taunusseite sieht man gut die kurtrierische Burg Maus, die im 14. Jahrhundert errichtet wurde.

Später leitet der Rheinburgenweg ins Gründelbachtal, was wiederum einen strammen Steilabstieg zur Folge hat. Dann ist die Ruine der Burg Rheinfels erreicht. Nach ihrem Ausbau zur Festung war Burg Rheinfels bis zum Bau der Festung Ehrenbreitstein die größte Wehranlage im Mittelrheintal. Noch heute darf sich Burg Rheinfels rühmen, Europas größten Gewölbekeller zu besitzen. Seit 1973 ist Burg Rheinfels eingebunden in einen Hotelbetrieb.

Ein letzter Abstieg bringt den Rheinburgenwegwanderer schließlich hinab nach Sankt Goar. Auf der anderen Rheinseite liegt Sankt Goarshausen mit der Burg Katz, benannt nach den Bauherren, den Grafen aus Katzenelnbogen. Ihnen gehörte ursprünglich auch Burg Rheinfels. Beide Burgen zusammen bildeten einen verlässlichen Zollriegel. Erst zahlen, dann weiterfahren, hieß es hier für die Rheinschiffer und Handelsreisenden.

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