Bad Salzig

Der Kurort Bad Salzig liegt malerisch am Rhein, südlich von Boppard und gegenüber der Feindlichen Brüder – Burg Sterrenberg und Burg Liebenstein – am anderen Rheinufer bei Kamp-Bornhofen.

In Bad Salzig prägt die katholische Pfarrkirche St. Ägidius das Bild. Sie wurde in der Zeit von 1899 bis 1902 als neugotische Staffelhalle errichtet unter Verwendung älterer Bauteile. Bereits im 13. Jahrhundert ist hier eine Kapelle bekannt. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde am Kapellenstandort eine neue Kirche gebaut. Aus dieser frühen Zeit sind der spätgotische Westturm und der Chor. Als Holzskulptur (14. Jahrhundert) ist der heilige Ägidius von St. Gilles auf dem Hochaltar zu sehen. An der Nordwestlichen Außenwand ist die Ölberggruppe, eine Andachtsstätte aus dem 15. Jahrhundert, zu bewundern.

Ein weiteres Baudenkmal betritt man, wenn man am Bahnhof aus dem Zug steigt. Das Empfangsgebäude ist ein winkelförmiges Ensemble aus Schieferbruchstein, im sogenannten Heimatstil und wurde 1937 errichtet. Dort ist ein Kultur- und Vereinszentrum unter dem Namen Alter Bahnhof Nutzer. Im Dachgeschoss wurde ein Heimatmuseum eingerichtet. Der Bahnhof ist heute nur noch ein Haltepunkt.

Durch den Kurpark Bad Salzig verläuft nicht nur der Rheinburgenweg. Der Park ist auch Start und Ziel der Traumschleife Fünfseenblick. Die Traumschleife führt hinauf zum Aussichtspunkt Köppchen, zum Aussichtspunkt Taunusblick und weiter zur Ziehlay, wo die Holzskultpur einer Betenden Nonne aufs Rheintal und den Ort Kestert am anderen Rheinufer blickt.

Man umrundet den zu Boppard zählenden Ortsteil Weiler und steigt dann hinauf zum Aussichtsturm Fünfseenblick. Der Aussichtsturm Fünfseenblick wurde 2014 für rund 320.000 Euro gebaut. Der Fünfseenblickturm ist insgesamt 27,4 m. Bis zur Spitze sind 126 Treppenstufen zu ersteigen. Und dann blickt man auf den Rhein, der hier, von Felsen unterbrochen, wie fünf voneinander getrennte Seen ausschaut.

Etwas westlich des Fünfseenblicks erhebt sich die Fleckertshöhe (531m), der höchste Gipfel im Wandergebiet Rhein-Hunsrück. Auf dem Gipfel steht weithin sichtbar der 121m hohe Sendeturm Boppard-Fleckertshöhe. Im gleichnamigen Ort Fleckertshöhe steht die neugotische St. Anna Kapelle von 1880.