Rheinburgenweg Etappe 6 Winningen - Koblenz


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 3 Min.
Höhenmeter ca. ↑538m  ↓488m
Rheinburgenweg an Mosel und Rhein

Im Winzerdorf Winningen an der Mosel beginnt die sechste Tageswanderung auf dem Rheinburgenweg von Remagen nach Bingen. Am Start sollte man kurz einen Blick auf die evangelische Kirche in Winningen werfen. Der romanische Chorturm stammt aus der Zeit um 1200 und wurde im 17. Jahrhundert durch Anbauten erweitert und 1718 um Querschiffarme ergänzt.

Von Winningen aus leitet der Rheinburgenweg hinein in die Weinhänge, die hier zwischen der Mosel und dem auf einem Plateau liegenden Flugplatz Koblenz-Winningen eingefasst sind. Südlich von Bisholder kommt man auf dem Rheinburgenweg in den Koblenzer Stadtteil Güls. Hier muss man parallel zur Bundesstraße B 416 weiter marschieren, um die Gülser Eisenbahnbrücke zu erreichen. Über den 1925 ergänzten Fußgängersteg an der Gülser Brücke überquert man die Mosel und kommt in den Koblenzer Stadtteil Moselweiß – und verlässt damit übrigens auch die Eifel und ist ab jetzt im Hunsrück unterwegs.

Von hier wendet man sich südwärts und erreicht den Stadtteil Karthause mit schönem Blick ins Moseltal. Der Rheinburgenweg schlängelt sich pfadig entlang der Hangkante, immer wieder erhascht man einen Blick zur glitzernden Mosel. Nahe der Schwedenschanze ergibt sich unvermittelt ein erster Ausblick auf die tief unten im Tal strömende Mosel. An der Schwedenschanze lagerten im Dreißigjährigen Krieg schwedische Truppen, die von einfachen Bauern aus den Dörfern rund um Koblenz 1632 vernichtend geschlagen wurden.

Man wandert weiter auf dem Rheinburgenweg zum Layer Kopf (313m) und wendet sich wenig später zur Bundesstraße. Nachdem diese hinter einem liegt, marschiert man zum 1845 erbauten Forsthaus Kühkopf, einer versteckt gelegenen Gaststätte im Koblenzer Stadtwald.

Wenig später erreicht man die Waldkreuzung Lichte Eiche und wandert auf dem Rheinburgenweg zum Aussichtspunkt Rittersturz. Auf 166m ü. NN genießt man auf der Ostseite den Blick ins Rheintal. Das konnten sich die Teilnehmer der Rittersturzkonferenz 1948 nicht erlauben. Damals stand hier oben noch ein Hotel und in diesem tagten die Regierungschefs der westdeutschen Länder. Thema: Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Das Ergebnis ging unter der Bezeichnung Koblenzer Beschlüsse in die Geschichte ein. Damals legten sich die Länderchefs fest: Die Bundesrepublik wird nicht Nachfolger des Deutschen Reichs, sondern bleibt ein Provisorium, bis eine Wiedervereinigung mit der russischen Besatzungszone erfolgt.

Am Rittersturz endet die sechste Etappe des Rheinburgenwegs. Aber da es am Rittersturz weder Hotel noch Nahverkehr gibt muss man noch ein paar Meter weiter laufen nach Koblenz hinein. Und das lohnt: Das Deutsche Eck am Zusammenfluss von Mosel und Rhein, die Rheinseilbahn hinauf zur Festung Ehrenbreitstein, die aus dem 14. Jahrhundert stammende Balduinbrücke über die Mosel und der Kastorkirche aus dem 9. Jahrhundert sind nur einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten in Koblenz.

Rheinburgenweg Etappen


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