Rheinburgenweg Etappe 10 Sankt Goar - Oberwesel


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 57 Min.
Höhenmeter ca. ↑554m  ↓524m
Rheinburgenweg Hunsrück

Die zehnte Etappe des Rheinburgenwegs ist die Loreley-Etappe. Von Sankt Goar wandert man am bekanntesten Felshang am Rhein vorbei zur Schönburg bei Oberwesel. Es geht los am Bahnhof in Sankt Goar. Von hier leitet der Rheinburgenweg direkt steil hinauf auf Rheinplateau. Nach einer Weile erreicht man die Seelenbachhütte.

Dann geht es weiter, jetzt näher an die Hangkante, zum Aussichtspunkt Loreleyblick Maria Ruh. Hier genießt man tatsächlich einen unvergesslichen Blick auf die engste Stelle des Mittelrheintals, auf den tief in der deutschen Volksseele verankerten Loreleyfelsen und flussabwärts Burg Katz und Burg Maus. Das Gelände rund um den Loreleyblick wurde 2005 zu einem Landschaftspark umgestaltet, so dass sich dem Besucher nunmehr ein Ensemble präsentiert, das sich harmonisch in die Natur einfügt und zum Verweilen einlädt.

Ein Denkmal auf dem Loreleyblick Maria Ruh erinnert an Clemens Brentano, Heinrich Heine und Friedrich Silcher, die drei Väter des Loreleylieds (ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin). Diese drei haben im 19. Jahrhundert der romantische Sehnsucht der Deutschen nach einer Nation einen greifbaren Ort zugewiesen. Clemens Brentano schuf in seiner Ballade der "Lore Lay" eine Figur der Weltliteratur, Heinrich Heines Verse haben der Gestalt der Unglück bringenden Undine die endgültige Form gegeben und Friedrich Silcher fand für das Lied die volksliedhafte Melodie.

Vom Loreleyblick aus begleitet der Rheinburgenweg den Oelsbergsteig südwärts hinab nach Oberwesel. Man steuert die katholische Pfarrkirche St. Martin an. Der gotische Bau mit dem mächtigen Wehrturm stammt aus dem 14. Jahrhundert, ebenso wie zahlreiche Stücke der Innenausstattung.

Der Rheinburgenweg führt weiter zur Elfenley, von der man einen schönen Blick auf die im 12. Jahrhundert begründete Liebfrauenkirche hat. 1258 wurde die Liebfrauenkirche zu einer Stiftskirche erhoben. Der heutige Bau ist in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstanden.

Zum Etappenabschluss kommt man schließlich zur Burg Schönburg, deren Bau im 12. Jahrhundert begonnen wurde. Wie die meisten Burgen im Oberen Mittelrheintal wurde die Schönburg im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 zerstört. Erst der Deutsch-Amerikaner T. I. Oakley Rhinelander begann nach dem Kauf der Burg Schönburg in den Jahren 1885 bis 1901 mit einem teilweisen Wiederaufbau.

Rhinelander starb 1947. 1950 erwarb die Stadt Oberwesel Burg Schönburg. 1951-53 wurde ein Teil der Schönburg als Jugendburg des Kolpingwerkes umgebaut. Der Ausbau des südlichen Teiles zum Hotel seit 1957 veränderte diesen stark. Seit April 2011 beherbergt der Torturm der Schönburg ein Museum zum Thema Burgenbau, Denkmalschutz und Burgen im Krieg. Auf der obersten Etage befindet sich eine Aussichtsplattform, von dem man einen wunderschönen Blick über das Rheintal genießt.

Rheinburgenweg Etappen


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