Rheinsteig Etappe 3 Kloster Eberbach - Johannisberg


Erstellt von: garmini
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑261m  ↓274m
Rheinsteig Wegzeichen Wandern

Am Südhang des Rheingaus führt der Rheinsteig von Kloster Eberbach in den Geisenheimer Stadtteil Johannisberg. Wir befinden uns im Kernland des Rheingaugebirges und im Herzen des Rheingauer Weinlands.

Vom Startpunkt am Kloster Eberbach führt die dritte Rheinsteig-Etappe zunächst in den weltberühmten Steinberg, mit 31ha der größte Rheingau-Weinberg und neben Schloss Johannisberg, Schloss Reichartshausen und Schloss Vollrads die einzige Einzellage im Rheingau. Hier kultivierten schon die Zisterzienser Spitzenweine und dieser Tradition sind auch die heutigen Hausherren der Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach verpflichtet.

Am Unkenbaum vorbei, einer jahrhundertealten Eiche, die im September 2001 einem Sturm zum Opfer fiel, ist es kein Kilometer mehr bis zur Hallgarter Zange (580m) mit dem 1884 errichteten Aussichtsturm, von dem man einen der besten Blicke über den Rheingau hatte - bis er 2003 geschlossen wurde. Der Rheinsteig führt dehsalb nicht zu diesem Aussichtspunkt. Kurz hinter der Hallgarter Zange liegt übrigens die höchste Erhebung des Rheingaus, die Kalte Herberge (619m).

Der Rheinsteig dagegen führt uns hinab ins Leimersbachtal und am Susberg (331m) vorbei zum Jagdhaus Philipsburg. Das kleine baumumsäumte Anwesen wurde um 1900 erbaut. Nach der Passage des Pfingstbachs kommt langsam Schloss Vollrads in den Blick. Schloss Vollrads gilt als ältestes Weingut in Deutschland. Nachweislich seit 1211 wird auf Schloss Vollrads Rebensaft gekeltert und gehandelt.

Den Kern von Schloss Vollrads bildet ein als Wasserburg errichteter wuchtiger Wohnturm, der von einem quadratischen Teich umgeben und daher nur über eine Brücke zu erreichen ist. Er geht auf das erste Drittel des 14. Jahrhunderts zurück. Der achteckige Treppenturm, der den Donjon flankiert, wurde 1471 angebaut; der Erker ist eine Zutat von 1620. Über dem Eingang zum Wohnturm prangt das Familienwappen der Greiffenclaus, denen bis zur Insolvenz und dem tragischen Suizid des Schlossherrn 1997 das Anwesen gehörte.

Dann erreicht man der Rheinsteig den Ortsrand des Geisenheimer Stadtteils Johannisberg, wo uns Burg Schwarzenstein grüßt. Burg Schwarzenstein ist nicht so alt, wie sie ausschaut. Sie wurde 1874 in der Optik einer mittelalterlichen Ruine erbaut - übrigens vom Sektfabrikanten Mumm, der kurz zuvor mit einem Jahrhundertjahrgang bester Rheingau-Weine zu einem großen Vermögen gekommen war.

Es lohnt sich noch ein paar Meter weiterzugehen und durch die Rosengasse Schloss Johannisberg anzusteuern. Auch hier wird schon seit alters her Wein angebaut. Der Legende nach ist die Anlage des Weinbergs auf Karl den Großen zurückzuführen, der von seiner Pfalz in Ingelheim aus beobachtet haben soll, dass der Schnee auf dem Johannisberg (181m) als erstes schmolz. Der Johannisberg liegt exakt auf dem 50. Breitengrad, eine Stele im Weinberg markiert dessen genauen Verlauf. Hier wurde 1775 übrigens die Spätlese erfunden.

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