Rheinsteig Etappe 16 Rengsdorf - Leutesdorf


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 0 Min.
Höhenmeter ca. ↑598m  ↓678m
Wanderzeichen Rheinsteig

Die Entfernung zum Rhein ist nirgends so weit wie zum Start der 16. Rheinsteig-Etappe in Rengsdorf. Gut sieben Kilometer Luftlinie trennen den Premiumwanderweg von seinem Namensgeber, dem Rhein. Aber das ändert sich schnell, denn der Rheinsteig drängt mit aller Macht zurück an den Strom und will Leutesdorf erreichen, das größte und älteste Weindorf am unteren Mittelrhein.

Vom Rathaus in Rengsdorf geht es über einen Waldweg kurz ins Völkerwiesenbachtal und hinauf zur katholischen St. Kastor Kirche. Noch ein Stück weiter – abseits des Rheinsteigs – liegt hinter dem Ortsausgang an der Oberen Mühle der drei Hektar große Rhododendronpark Rengsdorf. Neben kleineren Teichen bietet die Parkanlage eine für den Westerwald einmalige Sammlung von Rhododendronsträuchern.

Der Rheinsteig schlägt aber an der Kastor-Kirche den Weg über die Apfelwiese ein und erreicht über eine Grünanlage den Römergraben. Der Römergraben müsste eigentlich Frankengraben heißen, denn er wurde erst nach dem Abzug der Römer angelegt, wahrscheinlich zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert. Die Reste der Wallanlage zählen zu den bedeutenden Bodendenkmälern im Westerwald.

Weiter geht es zum Aussichtspunkt Schauinsland am Südrand von Rengsdorf. Von hier bietet sich ein schöner Blick ins Neuwieder Becken, wo in Neuwied die Rheinbrücke den Rhein-Westerwald mit der Vulkaneifel verbindet. Bei klarem Wetter kann man bis zur Festung Ehrenbreitstein in Koblenz sehen.

Jetzt führt der Rheinsteig ins Laubachtal, einem kleinen Wiedzufluss, der im Unterlauf über eine acht Meter hohe Felswand rauscht. Dieser natürliche Laubach-Wasserfall gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten im Rengsdorfer Land und ist die erste Station auf dem hier beginnenden „Gewässerlehrpfad Laubachtal“.

Zusammen mit dem Wiedweg folgt man dem längsten Westerwald-Fluss und steuert Burg Altwied an, den historischen Stammsitz der Grafen zu Wied. Die gut geschützte und versteckte Lage der Burg Altwied im engen Wiedtal ist es zu verdanken, dass der Stammsitz der Grafen zu Wied niemals angegriffen oder gar eingenommen wurde.

Im Ortskern von Altwied steht die im Jahr 1470 erstmals erwähnte St. Antonius Kapelle, die heutige evangelische Pfarrkirche, die zeitweise Grablege der Grafen zu Wied war. Zusammen mit den sich um die St. Antonius Kirche gruppierenden Fachwerkhäusern und der imposanten Burgruine in der reizvollen Wiedschleife wurde Altwied 1975 im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ als einer der 31 Sieger unter fast 5.000 Konkurrenten zu den schönsten Orten der Bundesrepublik gewählt.

Der Rheinsteig verlässt Altwied über die steinerne Bogenbrücke, die die Wied passiert. Es geht ins Moorbachtal, wo noch bis 1969 das weiße Schloss Monrepos stand. Heute befindet sich auf dem Gelände in früheren Nebengebäuden des Schlosses das Eiszeitmuseum Monrepos. Es werden Funde mit Weltgeltung präsentiert, die aus der Erforschung des Neuwieder Beckens stammen.

Oberhalb von Feldkirchen – hier lebten die Vorfahren von Öl-Tycoon John D. Rockefeller – kommt der Rhein wieder in Sicht. Der Rheinsteig passiert Hüllenberg mit einem schönen Blick auf Andernach am gegenüberliegenden Rheinufer und erreicht schließlich Leutesdorf, die nördlichste der großen Riesling-Bastionen am Rhein.

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