Rheinsteig Etappe 18 Rheinbrohl - Leubsdorf


Erstellt von: garmini
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 48 Min.
Höhenmeter ca. ↑527m  ↓512m
Rheinsteig Wegzeichen

In der Antike waren Herrschaftsgebiete durch natürliche Grenzen wie Flüsse oder Berggipfel markiert. Eine große Ausnahme machte der Limes, den die Römer im 2. Jahrhundert errichteten und damit einen Grenzverlauf quer durch das heutige Deutschland schufen. Der Rheinsteig beginnt seine Tour nach Leubsdorf hier am Caput Limitis, am Kopf des Limes.

Der Limes – eigentlich Obergermanisch-Raetischer Limes (ORL) – ist seit 2005 als UNESCO Weltkulturerbe geschützt und nach der Chinesischen Mauer das zweitgrößte Bodendenkmal der Welt. Der Grenzwall begann auf der gegenüberliegenden Seite der Mündung des Vinxtbaches in den Rhein zwischen Bad Hönningen und Rheinbrohl. Rund 900 Wachtürme und 100 Militärlager – so genannte Kastelle – schützten den Grenzverlauf zwischen Rhein und Donau, bis Ende des 3. Jahrhunderts die Franken die Römer nach und nach zurückdrängten.

Am Startpunkt des Limes direkt am Rhein wurde 1974 auf private Initiative der Wachturm 1 aus Steinen eines anderen Limes-Wachturms erbaut. Er liegt zwischen dem eigentlichen Standort des ersten Wachturms und dem Kleinkastell Rheinbrohl. Hierhin führt der Rheinsteig allerdings nicht, er zielt vielmehr auf das Erlebnismuseum RömerWelt an den Hängen des Westerwalds.

Hier an der RömerWelt trifft der Rheinsteig auf den Westerwaldsteig, der von Bad Hönningen nach Herborn führt, und den Limes-Wanderweg, der dem historischen Verlauf des Limes zum Lahntal und durch den Taunus bis in die Wetterau folgt. Das Erlebnismuseum RömerWelt wurde 2008 eröffnet und bietet keine historische Ausstellung, sondern veranschaulicht die Geschichte. Im Klartext: Hier ist Anfassen und Ausprobieren erlaubt und gewünscht. Ob man nun herausfinden will, wie schwer ein Kettenhemd ist oder wie vor gut 2000 Jahren römisches Handwerk oder eine Soldatenstube im Contubernium ausgesehen hat, was gehandelt wurde und wie der Alltag der Bevölkerung am Limes ablief. Dies selbst zu entdecken ist in der RömerWelt in Rheinbrohl möglich.

Der Rheinsteig bleibt oberhalb von Bad Hönningen und steuert auf Schloss Arenfels zu, das Schloss des Jahres. Diesen Beinamen verdankt Schloss Arenfels der Tatsache, dass es über 365 Fenster, 52 Türen und 12 Türme verfügt.

Schloss Arenfels ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Kurstadt Bad Hönningen. Etwa 1km nördlich des Ortszentrums erhebt es sich auf einem Felssporn aus den Wald- und Rebenhängen des Rheintals. Die Geschichte von Schloss Arenfels reicht zurück bis ins Jahr 1259, das aktuelle Erscheinungsbild als neugotisches Prachtschloss erhielt Arenfels aber erst im 19. Jahrhundert.

Nächstes Etappenziel ist der Schafstall, eine ehemalige Siedlung der Hofleute von Schloss Arenfels. Kurze Zeit später erreicht der Rheinsteig Ariendorf. Hier siedelten bereits vor 350.000 Jahren Menschen, Ariendorf ist also einer der Ausgangspunkte für die Besiedlung des Rheintals. Ariendorf ist heute vor allem bekannt durch die Burg Ariendorf, die 1845-46 vom Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner errichtet wurde.

An Burg Ariendorf vorbei geht es aufwärts zum Aussichtspunkt Helle Au. Kurz darauf tritt der Rheinsteig aus dem Wald und führt ins freie Feld zurück, wo der Abstieg nach Leubsdorf beginnt. Leubsdorf ist weithin bekannt durch die weiße Kirche vom Rhein: Die auf einem Felsen emporragende gotische St. Walburgis Kirche.

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