Melsbach

Melsbach liegt unterhalb des Zuflusses des Laubachs in die Wied und schließt sich südlich an Rengsdorf, den Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde im Rhein-Westerwald an. Auf halbem Wege zwischen Rengsdorf und Melsbach liegt die Elisabethhöhe mit ausgewiesenem Wanderparkplatz. Von der Schutzhütte hat man durch die Bäume einen guten Ausblick über das Wiedtal.

Von der Hütte führt ein Weg ins untere Laubachtal. Steil fällt der Hang in den dunklen Talgrund ab und nur das starke Rauschen verrät den Wildbach in der Tiefe. Bei einer Steinbrücke sieht man den Laubach über eine gut acht Meter hohe Felswand rauschen. Dieser natürliche Laubach-Wasserfall gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten im Rengsdorfer Land und ist die erste Station auf dem hier beginnenden „Gewässerlehrpfad Laubachtal“.

Am Südrand von Melsbach finden sich die Überreste der Kapelle zum heiligen Kreuz Jesu oder kurz Kreuzkirche genannt. Eigentlich liegt die Kreuzkirche bereits einige Meter auf Neuwieder Stadtgebiet, ist aber von Melsbach aus näher zu erreichen.

Die Kreuzkirche stammt aus dem 7. Jh. und war eine der ersten Versammlungsstätten der Christen im Rhein-Westerwald. Bis zur Reformation war die Kreuzkirche ein wichtiger Wallfahrtsort der Katholiken. Später predigte hier der Reformator Philipp Melanchton. Die Kreuzkirche wurde in den Napoleonischen Kriegen Ende des 18. Jahrhunderts zerstört. Die Ruine wurde 1981-85 gesichert und steht heute unter Denkmalschutz.

Unweit der Kreuzkirche verlief der römische Grenzwall Limes von Niederbieber kommend weiter nach Bendorf im Sayntal.