Sayner Land

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Das Kernland der späteren Grafschaft Sayn – neben Nassau und Wied das dritte große Adelsgeschlecht im Westerwald – liegt um die Burg Sayn hoch über dem Brexbachtal. Die Burg wurde wahrscheinlich schon im 10. Jahrhundert errichtet. Ab 1139 wurden die Burgherren als Grafen bezeichnet und vermehrten durch Zukäufe und Heiraten über Jahrhunderte ihr Einflussgebiet.

Das Sayner Land als Keimzelle der Grafschaft Sayn fiel zwar 1605 an Kurtrier. Dennoch hat sich der Name erhalten – nicht zuletzt, weil ein Bendorfer Stadtteil heute Sayn heißt und hier mit Schloss Sayn und dem zugehörigen Schmetterlingsgarten sowie dem Rheinischen Eisenkunstgussmuseum touristische Attraktionen warten.

Auch das südlich an Bendorf anschließende Vallendar gehört seit 1232 zum Sayner Land. Hier gründeten die Grafen von Sayn eine Burg, auf deren Grundmauern heute die Marienburg steht.

Die Wanderregion Sayner Land erstreckt sich zwischen dem Mallendarer Bachtal im Süden und dem Brexbach im Norden und wird u.a. vom Rheinsteig passiert. Kulturhistorisch fungierte das Sayner Land zunächst als Logistikzentrum des Kannenbäckerlands, bis dann ab dem 18. Jahrhundert Wilhelm Remy – der Krupp von Bendorf – mit Eisenverhüttung die Gegend industrialisierte.